Salzburg kantert sich bei der Admira ins Glück

15. April 2018, 20:59
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Die Bullen beenden die erfolgreiche Woche mit einem 6:2 bei der Admira, Gulbrandsen und Dabbur treffen doppelt

Salzburg marschiert unbeirrt Richtung fünfter Titels en suite. Drei Tage nach dem historischen Halbfinaleinzug in der Europa League gaben sich die hocheffizienten Bullen auch bei der Admira keine Blöße und siegten zum Abschluss der 30. Runde dank Fredrik Gulbrandsen (3., 57.), Hannes Wolf (22.), Enock Mwepu (36.) und Munas Dabbur (60., 82.) mit 6:2 (3:1).

Der Vorsprung auf den ersten Verfolger Sturm Graz beträgt sechs Runden vor Schluss weiter acht Punkte. Für die Admira, für die Patrick Schmidt ebenfalls zweimal traf (33., 92.), bedeutete die vierte Niederlage in den jüngsten sechs Partien einen kleinen Rückschlag im Kampf um Platz vier. Dort liegt derzeit der LASK, der um fünf Zähler enteilt ist.

Versprochen ist versprochen

Vor rund 2.800 Zuschauern hielt Salzburg eindrucksvoll sein Versprechen, nach dem 4:1-Erfolg über Lazio voll konzentriert in das vergleichsweise unglamouröse Duell mit der Admira zu gehen. Rose rotierte kräftig, stellte seine Truppe im Vergleich zur Rom-Partie an sechs Positionen um: So kam Cican Stankovic für Goalie Alexander Walke, zudem rückten Innenverteidiger Marin Pongracic, Diadie Samassekou, Hannes Wolf, Startelfdebütant Mwepu und Gulbrandsen in die Startelf.

Letzterer war es auch, der den Torreigen kurz nach Beginn infolge eines Doppelpasses mit Mwepu eröffnete. Die Gäste dominierten, mussten aber weitere 20 Minuten warten, ehe Wolf nach Zusammenspiel mit Xaver Schlager mit der zweiten echten Chance auf 2:0 erhöhte. Die Admira durfte nach einen Kopfballtreffer von Schmidt kurz hoffen, spätestens aber mit dem 3:1 durch Mwepu war die Partie gelaufen. Für den 20-jährigen Teamstürmer Sambias war es das erste Tor im vierten Einsatz für die Bullen.

In der zweiten Hälfte legten die vor dem Tor weiterhin gnadenlos agierenden Favoriten noch dreimal nach. Einzig Admira-Goalie Andreas Leitner stemmte sich gegen eine höhere Niederlage. In der 75. Minute entschärfte er einen Foulelfer von Dabbur, im Finish rettete er bei einem Wolf-Schuss aus Kurzdistanz (84.). In der Nachspielzeit nutzte Schmidt dann noch einen Schnitzer des eingewechselten Jerome Onguene, um seinen ersten Oberhaus-Doppelpack zu schnüren. (APA, 15.4.2018)

Bundesliga, 30. Runde, Sonntag

Admira Wacker – Red Bull Salzburg 2:6 (1:3)
BSFZ-Arena, 2.800 Zuschauer, SR Ciochirca

Torfolge:
0:1 ( 3.) Gulbrandsen
0:2 (22.) Wolf
1:2 (33.) Schmidt
1:3 (36.) Mwepu
1:4 (57.) Gulbrandsen
1:5 (60.) Dabbur
1:6 (82.) Dabbur
2:6 (92.) Schmidt

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Scherzer – Lackner (73. Petlach) – Jakolis, Merkel, Ebner (85. L. Malicsek), Grozurek (65. Hausjell) – Schmidt

Salzburg: Stankovic – Lainer, Pongracic, Caleta-Car (77. Onguene), Ulmer – Samassekou – Mwepu, Wolf, X. Schlager (67. Haidara) – Gulbrandsen (65. Minamino), Dabbur

Anm.: Dabbur scheiterte bei einem Foulelfer an Leitner (75.).

Gelbe Karten: keine

Stimmen:

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "65 Minuten habe ich ein sehr gutes Spiel gesehen, aber meine Spieler verwechseln Mut mit Leichtsinn. Wenn man so hoch steht und gegen eine solche Klassemannschaft spielt, darf man sich nicht beschweren, dass man abgestraft wird. Wir schießen viele Tore, kassieren aber auch sehr viele. Da spielt auch Naivität mit. Ich hoffe, dass das bis Saisonende gut geht (den fünften Platz zu halten, Anm.)."

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Wir sind heute sehr glücklich, ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden. Wir waren bemüht, von Beginn an im Spiel zu sein. Phasenweise haben wir den Gegner eingeladen. In der zweiten Hälfte haben wir sehr viel richtig gemacht. Wir haben das auch vom Kopf her geschafft. Auch defensiv hat es heute gut geklappt, weil die Admira doch gute, schnelle Offensivkräfte hat."

  • Leichtes Spiel für Salzburg.
    foto: apa/hans punz

    Leichtes Spiel für Salzburg.

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