Facebook, Medien, Userdaten: "Wann merken wir es? Privatheit ist tot"

Video16. April 2018, 07:00
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Nach Cambridge Analytica: Desinformationsaufklärer Shane Greenup und andere Medienexperten im Videointerview

Perugia – Wie umgehen mit Facebook und Co nach dem großen Datenmissbrauch von Cambridge Analytica? Im Videointerview erklärten Desinformationsexperte Shane Greenup (rbutr), Rasmus Nielsen (Reuters Institute) und Anna Masera von der italienischen Tageszeitung "La Stampa" beim Journalismusfestival in Perugia ihre Sicht der Datenfrage – und das sichtlich abgekühlte Verhältnis der Medien zu Facebook.

"Wann werden wir realisieren, dass Privatheit tot ist?", fragt Greenup, der aus dem digitalen Marketing kommt, im Videointerview – und dass wir uns damit schön langsam abfinden könnten.

Für Nielsen (Reuters Institute for the Studies of Journalism an der Universität Oxford) ist "die große Frage: Verstehen die Leute, wie viele Daten sie Unternehmen überlassen – und gehen diese Unternehmen sorgsam genug damit um? Der Cambridge-Analytica-Skandal zeigt, dass Facebook nicht sorgsam genug damit umgegangen ist."

Masera ist Public Editor von "La Stampa". Für sie zeigt der Cambridge-Analytica-Skandal, "dass wir ein Recht auf Schutz unserer Daten haben".

Die Datenfrage, wie sehr Medien Facebook nach Ansicht der Experten brauchen – und welches Facebook –, erklären sie im Videointerview:

der standard

Greenup versucht mit seinem Projekt rbutr.com anhand widersprechender Links zwischen verschiedenen Webseiten Desinformation offenzulegen und zu bekämpfen und andererseits kritisches Denken zu fördern. Greenup entwickelte auch die Idee vom "Socratic Web" – mehr dazu hier. (Juli Marie Bali, Birk Ruhsam, 16.4.2018)

Juli Marie Bali studiert Content-Produktion und Digitales Medienmanagement in Wien. Sie arbeitet bei konsument.at/vki.at in der Onlineredaktion.

Birk Ruhsam hat eine Ausbildung mit Medienschwerpunkt absolviert und studiert derzeit im vierten Semester Content-Produktion und digitales Medienmanagement an der FH Wien. Er ist seit mehr als zwei Jahren in der Videobranche tätig mit Schwerpunkt auf Postproduktion und Social Media.

Zum Projekt: Vom Internationalen Journalismusfestival in Perugia (11. bis 15. April) berichten Studierende des Studienbereichs für Journalismus und Medienmanagement der FH Wien der WKW. >>> Mehr hier im Schwerpunkt über Perugia

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