Sturm feiert sicheren 3:0-Sieg gegen Mattersburg

14. April 2018, 18:01
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Die Grazer zeigen gegen die starken Burgenländer eine souveräne Leistung und fahren die drei Punkte ein

Sturm Graz hält den leichten Druck auf Tabellenführer Red Bull Salzburg aufrecht. Am Samstag feierte die Elf von Heiko Vogel zum Auftakt der 30. Runde der Fußball-Bundesliga einen völlig verdienten 3:0-(2:0)-Heimsieg über Mattersburg und verkürzte den Rückstand auf die "Bullen" bis zum Sonntag auf fünf Punkte.

Mann des Nachmittags war Goalgetter Deni Alar mit einem Doppelpack (28., 34.), Emeka Eze vollendete zum Endstand (57.). Sturm tankte damit auch Selbstvertrauen für das Cup-Halbfinale gegen Rapid am Mittwoch. Mattersburgs Generalprobe für das Cup-Duell mit Salzburg misslang hingegen gründlich, auch die Europacupplätze rücken für den Tabellensiebenten in immer weitere Ferne.

Änderungen zum Erfolg

Eine Woche nach dem 0:2 gegen die Austria reagierte Vogel auf die vor allem schwache erste Hälfte mit vier Änderungen. Für James Jeggo kam Sandi Lovric im defensiven Mittelfeld, weiter vorne agierten Stefan Hierländer und Jakob Jantscher, die zuletzt als Wechselspieler Schwung gebracht hatten, für Thomas Schrammel und Philipp Huspek. An der Seite Alars stürmte erstmals seit eineinhalb Monaten von Beginn an Eze.

Die Feierlichkeiten anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums von Sturms erstem Meistertitel samt Trainerlegende Ivica Osim verfehlten ihre Wirkung auf die Spieler offenbar nicht. Der Gastgeber hatten das Heft von Beginn an in der Hand, die erste echte Chance verzeichnete Alar in der 13. Minute. Weil Goalie Markus Kuster aber parierte, musste Alar eine weitere Viertelstunde bis zum ersten Jubel warten. Dann überbrückte Fabian Koch mit einem hohen Befreiungsschlag etwas glücklich die weit aufgerückten Gegner, Jantscher setzte sich auf der Seite gegen Alois Höller durch und bediente den 28-Jährigen, der problemlos einschoss.

Unbelohntes Engagement

Sechs Minuten später war Alar erneut zur Stelle. Nachdem Eze eine Kuster-Abwehr knapp verpasst hatte, machte er seinen 16. Saisontreffer wieder aus wenigen Metern perfekt. Die Führung war hochverdient, Sturm zeigte sich spielstark, hatte vor der Pause noch weitere Möglichkeiten und ließ die Konterstärke der Gäste nicht zur Entfaltung kommen. Die hatten vor der Pause durch Manuel Seidl nur eine echte Möglichkeit, die aber Jörg Siebenhandl vereitelte (30.).

Markus Pink hätte es kurz nach Start der zweiten Hälfte noch einmal spannend machen können, traf allerdings den Ball im Fünfer nicht (48.). Der engagierte Wiederbeginn der Burgenländer sollte unbelohnt bleiben. Neun Minuten später, als Eze einen weiten Siebenhandl-Abschlag gegen Höller behauptete und mit einem überraschenden Heber aus gut 40 Metern den weit herausgekommenen Kuster düpierte, war die Partie gelaufen. Kuster verhinderte gegen Bright Edomwonyi noch das 4:0 (67.), Sturm spielte die Partie schließlich unaufgeregt zu Ende. (APA, 14.4.2018)

Fußball-Bundesliga, 30. Runde:

SK Sturm Graz – SV Mattersburg 3:0 (2:0).
Graz, Merkur Arena, 8.378, SR Weinberger.

Tore: 1:0 (28.) Alar

2:0 (34.) Alar

3:0 (57.) Eze

Sturm: Siebenhandl – Koch, Spendlhofer, Maresic – Lovric – Röcher (77. Huspek), Zulj, Jantscher, Hierländer – Eze (72. Jeggo), Alar (61. Edomwonyi)

Mattersburg: Kuster – Höller, Malic, Ortiz (63. Mahrer), Novak – Seidl (46. Ertlthaler), Jano – Pink (58. Okugawa), Perlak, Gruber – Prevljak

Gelbe Karten: Malic, Gruber

Stimmen:

Heiko Vogel (Sturm-Trainer): "Wir haben 90 Minuten lang klar dominiert, sehr viel Druck ausgeübt und Fehler des Gegners erzwungen. Es war von der ersten bis zur letzten Sekunde ein sehr gutes Spiel. Schön herausgespielte Tore sind schön für die Fans, phasenweise haben wir Werbung für den Fußball gemacht. Die Struktur des Kaders ist sehr gut, ich habe einige Spieler, die sehr viele Positionen bekleiden können. Hierländer hat auf der neuen Position seine Qualitäten gezeigt und auch sehr gut gearbeitet."

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): "Wir haben uns über weite Strecken der ersten Hälfte gut verkauft, da ist unser Matchplan aufgegangen. Wir hatten es aber nach zwei individuellen Fehlern gegen eine sehr starke Sturm-Mannschaft sehr schwer. Nach dem 3:0 – ein Tor, das es nicht alle Tage gibt – hat Sturm seine spielerischen Qualitäten gezeigt. Meine Spieler hatten sicher nicht das Cup-Semifinale im Hinterkopf, wir waren sehr, sehr motiviert. Sturm hat einen enorm starken Kader und eine sehr gute Bank, deshalb sind sie auch Zweite."

  • Der SK Sturm jubelt wieder.
    foto: apa/erwin scheriau

    Der SK Sturm jubelt wieder.

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