Derby als Auftakt zu heißen Wochen für Rapid

13. April 2018, 16:28
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Bickel und Djuricin vor richtungsweisenden Partien optimistisch – Enttäuschende Kulisse im Happel-Stadion droht

Wien – Mit dem 326. Wiener Fußball-Derby am Sonntag im Happel-Stadion fällt für Rapid der Startschuss in die entscheidenden Wochen dieser Saison. Nach dem Duell mit der Austria heißen die Liga-Gegner Admira, Sturm Graz, LASK und Salzburg. Dazwischen geht es noch am kommenden Mittwoch bei Sturm um den Einzug ins Cupfinale.

Zunächst aber gilt die volle Konzentration von Trainer Goran Djuricin der Austria. "Sie haben einen neuen Trainer, spielen frisch drauf los, pressen höher und aggressiver. Aber wir haben die letzten zwei Derbys im Prater gewonnen, davon können wir einiges mitnehmen. Wenn wir gewinnen, wäre das eine Riesengenugtuung für uns", sagte der Wiener, dessen Klub in dieser Saison gegen den Erzrivalen in vier Pflichtspielen noch ungeschlagen ist.

Holzhauser und Serbest gesperrt

Den Ausfällen der gesperrten Raphael Holzhauser und Tarkan Serbest wollte Djuricin nicht allzu viel Bedeutung beimessen. "Wir können nicht sagen, dass es viel besser ist, wenn die zwei fehlen. Wir müssen auf uns schauen", meinte der Rapid-Coach und forderte die Besinnung auf eigene Stärken und Leidenschaft. "Wenn man bei so einem Match einen Spieler extra motivieren muss, ist er falsch bei Rapid."

So wie Djuricin blickt auch Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel den anstehenden Aufgaben erwartungsfroh entgegen. "Es ist vielleicht der wichtigste Monat in diesem Jahr, in dem wir viele Weichen stellen können. Wir können in dieser Zeit alle Ziele erreichen – den dritten Platz absichern und in Cupfinale kommen", erklärte der Schweizer.

Für die jüngste Kritik an der Mannschaft hat Bickel angesichts von zuletzt drei Siegen in Folge wenig Verständnis. Er wolle die Saison "nicht wunderschön sprechen", betonte der Sportchef. Die Leistungen seien seiner Meinung nach aber zu wenig gut gesehen worden. "Wir sind aus einer Krisen-Saison gekommen", merkte Bickel an.

Sicherheitsbedenken mit Folgen

Sein Klub wird im auf absehbare Zeit letzten Derby im Happel-Stadion von rund 3.500 Fans in einem eigenen Stadion-Bereich unterstützt werden. Karten für den "neutralen" Sektor auf der Längsseite gegenüber der VIP-Tribüne waren diesmal für grün-weiße Anhänger nicht erhältlich, weil die Austria als gastgebender Verein Tickets in diesem Bereich aufgrund von Sicherheitsbedenken nur an eigene Mitglieder und/oder Abonnenten verkaufte.

Auch deshalb droht am Sonntag ein Zuschauer-Minusrekord für ein Wiener Derby. Zuletzt kamen in 91 Liga-Aufeinandertreffen in Folge zwischen den beiden Großklubs über 10.000 Besucher. Zuletzt wurde diese Marke am 20. August 1994 im Happel-Stadion (7.600/auch damals Austria Heimverein) unterschritten. Der Allzeit-Negativrekord vom 3. Juni 1989, 4.500 Besucher im damaligen Horr-Stadion, ist jedoch nicht in Gefahr. (APA, 13.4.2018)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen

FK Austria Wien – SK Rapid Wien (Wien, Ernst-Happel-Stadion, Sonntag, 16.30 Uhr/live ORF eins und Sky, SR Grobelnik). Bisherige Saisonergebnisse: 2:2 (a), 0:1 (h), 1:1 (a); Cup-Achtelfinale: 1:2 (h)

Austria: Pentz – Klein, Madl, Borkovic, Salamon – De Paula, Demaku – Venuto, Fitz, Pires – Friesenbichler

Ersatz: Hadzikic – Kadiri, Stangl, Alhassan, Grünwald, Monschein

Es fehlen: Holzhauser, Serbest (beide gesperrt), Westermann, Almer, Martschinko (alle im Aufbautraining)

Fraglich: De Paula (Probleme im Kniegelenk), Prokop (Probleme im Sprunggelenk)

Rapid: Strebinger – Thurnwald, M. Hofmann, Galvao, Bolingoli – Ljubicic, Schwab – Schaub, Murg, Schobesberger/Ve. Berisha – Kvilitaia

Ersatz: Knoflach – Sonnleitner, Pavelic, Auer, Petsos, S. Hofmann, Kuen, Mujakic

Es fehlen: Joelinton (Außenband-Einriss im Knie), Szanto, Mocinic, Dibon (alle rekonvaleszent/im Aufbautraining)

Bilanz vor dem 326. Wiener Derby:

Gesamt: 325 Spiele – 117 Austria-Siege, 74 Remis, 134 Rapid-Siege – Torverhältnis 517:606

  • 326. Duell zwischen Violett und Grün-Weiß.
    foto: apa/expa/thomas haumer

    326. Duell zwischen Violett und Grün-Weiß.

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