Künstliche Intelligenz soll Bürgermeister werden

    13. April 2018, 14:21
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    Japanischer Kandidat für Bezirksvorsitz in Tokio will alle Entscheidungen auf Algorithmen auslagern

    Die Welt könnte bald ihren ersten nur aus Bits und Bytes bestehenden Bürgermeister erhalten – zumindest indirekt. Denn noch ist es illegal, für Software als Volksvertreter zu stimmen. Deshalb muss ein Mensch nach vorne. Der Kandidat namens Michihito Matsuda verspricht jedoch, alle Entscheidungen von Künstlicher Intelligenz treffen zu lassen. Mit dem Slogan "Fair und ausgewogen" will Matsuda Bürgermeister in Tama City, einem Distrikt von Tokio mit rund 150.000 Einwohnern, werden.

    "Wir werden künftige Reformen für die Zukunft rasch, faktenbasiert und mit Know-How implementieren", wirbt Matsuda. Als Aushängeschild dient ein Roboter, der auf Wahlplakaten abgebildet ist. Noch ist unklar, wie die Wahlen ausgehen werden. Am Sonntag könnte der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz beginnen. (red, 13.4.2018)

    • Tama City in Tokio könnte bald, indirekt, vom Computer regiert werden.
      foto: screenshot/twitter

      Tama City in Tokio könnte bald, indirekt, vom Computer regiert werden.

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