Vorstellungsgespräch erfolgreich vorbereiten

    3. Mai 2018, 09:26
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    Ausnahmezustand Vorstellungsgespräch: Während sich Nervosität breitmacht, möchten Sie innerhalb der kurzen Dauer eines Bewerbungsgesprächs einen möglichen neuen Arbeitgeber von Ihnen überzeugen. Mit diesen Tipps bereiten Sie sich richtig vor.

    Eine Kombination aus Zeitdruck, Nervosität und Ungewissheit ist oft schuld daran, ein Vorstellungsgespräch zu verpatzen. "Bleiben Sie einfach Sie selbst" klingt wie ein Ding der Unmöglichkeit. Die gute Nachricht: Mit diesen Tipps zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite.

    • Mentale Vorbereitung – mit einer positiven Einstellung kommen Sie weiter.

    Betrachten Sie die Bewerbungssituation nicht als Stresssituation, sondern als Chance. Das Vorstellungsgespräch ist der Türöffner zum Traumjob. Auch ein Bewerbungsgespräch, das mit einer Absage endet, bringt Sie ein Stück weiter auf Ihrem Weg. Klingt unvorstellbar? Ist es aber nicht. Mit jedem Vorstellungsgespräch entwickeln Sie sich und Ihre Persönlichkeit weiter.

    Haben Sie sich in einem Bewerbungsgespräch verzettelt und Wichtiges vergessen? Sind Ihnen in der Stresssituation keine Argumente eingefallen, warum Sie den Job unbedingt haben möchten? Bereiten Sie für das nächste Gespräch exakt die Punkte vor, die beim letzten Mal suboptimal waren.

    • Seien Sie sich Ihrer Stärken bewusst.

    Der Gedanke an eigene Schwächen blockiert. Besser, Sie rufen sich Ihre Stärken in Erinnerung. Seien Sie stolz auf Ihre bisherigen Leistungen.

    Legen Sie unmittelbar vor dem Bewerbungsgespräch Ihren Fokus auf Ihre Stärken. Die Einladung zum Vorstellungstermin ist fixiert, sprich Sie konnten mit Ihren Bewerbungsunterlagen punkten. Sie haben eine wichtige Hürde geschafft. Gehen Sie Ihre Unterlagen nochmals durch und unterstreichen Sie die Punkte, die Sie für Ihre größten Stärken halten. Mit Ihren Unterlagen sollten Sie ohnehin sehr gut vertraut sein, denn Recruiter kennen diese ebenso. Nichts wäre schlimmer, als sich in Widersprüche zu verwickeln.

    • Lernen Sie Ihre Ansprechpartner im Vorhinein kennen.

    Wer wird Ihnen im Bewerbungsgespräch gegenübersitzen? Sehen Sie auf der Unternehmenswebsite nach, ob hier ein Foto Ihres Ansprechpartners oder Ihrer Ansprechpartnerin hinterlegt ist. Falls nicht, sind Karrierenetzwerke wie Xing und LinkedIn eine gute Quelle – viele Personalspezialisten sind hier mit einem aussagekräftigen Profil vertreten. Vorteil der kurzen Recherche: Der Name Ihres Ansprechpartners wird Ihnen im Gedächtnis bleiben, das erspart Peinlichkeiten am Empfang.

    Notieren Sie für Notfälle die Kontaktdaten Ihres Ansprechpartners. Kommt Ihnen am Anfahrtsweg etwas dazwischen, ist es besser, sofort Bescheid zu geben.

    • Beschäftigen Sie sich mit Ihrem potenziellen Arbeitgeber.

    Auch hier ist die Website eine gute Möglichkeit, um an Informationen zu kommen. Der FAQ-Bereich beantwortet sicher einige Ihrer Fragen. Mit der Bilderwelt erhalten Sie einen Eindruck zum Arbeitsklima, zum Arbeitsumfeld und zum Dresscode im Unternehmen. Sind noch Fragen offen, lohnt es sich, Unternehmensprofile inklusive Bewertungen auf kununu, Glassdoor oder Google My Business zu durchforsten.

    Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie das Unternehmen in- und auswendig kennen. Mit einem Grundwissen über Produkte, Dienstleistungen oder das Geschäftsfeld hinterlassen Sie allerdings einen positiven und vor allem engagierten Eindruck.

    • Keine Modenschau und keine Anzugspflicht. Aber ein gepflegtes Auftreten ist ein Must-have.

    Reflektieren Sie nochmals, für welchen Job Sie sich beworben haben. Überlegen Sie sich, was Sie an einem 0815 Arbeitstag anziehen würden. Wählen Sie einen etwas besseren Kleidungsstil, als für den Normalarbeitstag.

    Versichern Sie sich einige Tage vor dem Bewerbungsgespräch, dass Ihr Bewerbungsoutfit sauber ist. Planen Sie bei Bedarf auch einen Friseurbesuch ein.

    Ein gepflegter Haarschnitt trägt viel zu Ihrem Auftreten bei. Hier gilt: Keine Farb- und Schnittexperimente. Problematisch werden ins Gesicht hängende Haare, die Sie ständig hinters Ohr streichen oder eine schrille Haarfarbe, die nicht zum Bewerbungsoutfit passt. Ansonsten fühlen Sie sich unwohl und unsicher – Ihr Auftreten beim Bewerbungsgespräch wird darunter leiden.

    foto: istock
    Das Bewerbungsoutfit sollte sich auch an der Branche orientieren. Überlegen Sie sich, was Sie an einem üblichen Arbeitstag tragen würden.
    • Navigation anstelle von Zuspätkommen.

    Falls Ihnen der Unternehmensstandort unbekannt ist, macht es Sinn am Vortag in aller Ruhe mit dem Navigationssystem oder Google Maps den Standort zu suchen. Fahren oder gehen Sie beim Unternehmen vorbei. Die Anfahrt wird besser planbar. Außerdem kennen Sie bereits die Parksituation und die Lage von Öffi-Stationen.

    • Zeigen Sie Interesse und überlegen Sie sich Fragen.

    Selbstverständlich haben sich Recruiter oder Personalverantwortliche Fragen überlegt, auf die Sie authentisch antworten können. Punkten Sie nicht nur mit guten Antworten, sondern auch mit Fragen. Durch gezielte Fragen beweisen Sie, dass Sie wirklich Interesse am Job haben. Falls Ihnen aus dem Stegreif keine guten Fragen einfallen, bereiten Sie sich zu Hause welche vor. Halten Sie diese schriftlich fest und wiederholen Sie diese mehrmals.

    Wenn Sie sich mental vorbereitet haben, Ihre Stärken parat haben und informiert sind, mit wem Sie das Bewerbungsgespräch führen werden, dann sinkt Ihre Nervosität. Mit dem frisch angeeigneten Wissen über Ihren potenziellen Arbeitgeber und Fragen, die wirklich Interesse bekunden, runden Sie Ihre 360° Vorbereitung ab. Sind Sie bestens vorbereitet? Dann spielen Sie die Bewerbungssituation mit Freunden oder Verwandten durch, das gibt Ihnen eine weitere Portion Selbstsicherheit.

    • Gut vorbereitete Bewerber erhöhen ihre Chancen im Gespräch zu überzeugen.
      foto: istock

      Gut vorbereitete Bewerber erhöhen ihre Chancen im Gespräch zu überzeugen.

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