Behörden werfen Tesla aus Untersuchung des tödlichen Unfalls

    13. April 2018, 08:29
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    Tesla informierte die Medien vorab über "unvollständige" Untersuchungsergebnisse, behaupten US-Behörden

    Der Autobauer Tesla hat mit einem Pressestatement den Unmut der US-Behörden auf sich gezogen. Dabei geht es um die Untersuchung eines tödlichen Unfalls, bei der Tesla und das National Transportation Safety Board (NTSB) kooperiert haben. Das Unternehmen gab am Donnerstag vorzeitig bekannt, dass der Fahrer des Autos, also nicht Teslas Software, für den Crash verantwortlich war.

    Tesla machte Infos "verfrüht" publik

    Laut NTSB handelte es sich dabei um eine verfrühte Veröffentlichung von noch unvollständigen Ergebnissen. Daher wurde Teslas der Status als Partner bei der Untersuchung aberkannt. "Solche Veröffentlichungen sorgen oft für Spekulationen und Falschannahmen, schaden dem Untersuchungsprozess und der Öffentlichkeit", so die NTSB.

    Kooperation beendet

    Tesla verliert nun den Zugang zu Informationen, muss aber weiterhin Anfragen beantworten. Der Konzern gab an, die Zusammenarbeit freiwillig beendet zu haben. "Wir haben die Abmachung gebrochen, da wir sonst keine Informationen zum Autopiloten veröffentlichen dürfen", so Tesla. Das hätte einen "negativen Einfluss auf die öffentliche Sicherheit" gehabt, so das Unternehmen.

    Tödlicher Crash

    Bei der Untersuchung geht es um einen Crash Ende März, bei dem ein Tesla-Besitzer mit aktiviertem Autopiloten-Feature in eine Betonbarriere gekracht ist. Am Donnerstag gab Tesla an, dass der bei dem Unfall verstorbene Fahrer trotz mehrfacher Warnungen der Software seine Aufmerksamkeit nicht auf die Straße gelenkt hatte. (red, 13.4.2018)

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      foto: reuters/peter
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