Gestohlenes Chagall-Gemälde nach 30 Jahren wieder aufgetaucht

    13. April 2018, 06:35
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    Das Ölgemälde war 1988 aus Privatbesitz entwendet worden. Ein Verfahren wird wegen Verjährung nicht eingeleitet

    Washington – Ein vor 30 Jahren aus Privatbesitz gestohlenes Gemälde des russisch-französischen Malers Marc Chagall aus dem Jahr 1911 ist wieder aufgetaucht. Das Ölgemälde "Othello und Desdemona" werde der Nachlassverwaltung der damaligen Besitzer übergeben, gab die US-Bundespolizei FBI am Donnerstag bekannt.

    Das Bild war 1988 zusammen mit anderen Kunstwerken von Renoir, Picasso und Hopper aus der Wohnung der Besitzer Ernest und Rose Heller im New Yorker Stadtteil Manhattan gestohlen worden. Beide sind inzwischen verstorben.

    Laut FBI tauchte das Gemälde bereits im vergangenen Jahr wieder auf, nachdem ein Mann im US-Bundesstaat Maryland die Polizei informiert hatte. Demnach hatte dieser zunächst versucht, das Bild einer Galerie in Washington zu übergeben. Der Galeriebesitzer zeigte sich aber angesichts fehlender Dokumente über die Echtheit des Kunstwerks misstrauisch.

    Kein Verfahren wegen Verjährung

    Der Mann aus Maryland hatte das Gemälde laut FBI Ende der 80er- oder Anfang der 90er-Jahre von dem Dieb erhalten, bei dem es sich zufolge um einen Arbeiter mit Zugang zur Wohnung der Hellers handeln soll. Weil die Tat inzwischen verjährt sei, werde gegen beide kein Verfahren eingeleitet. Die Nachlassverwaltung der Hellers will das Gemälde laut FBI nun versteigern lassen. (APA, 13.4.2018)

    • "Othello und Desdemona" von Marc Chagall aus dem Jahr 1911 wurde vom FBI an die Nachfahren der Eigentümer zurückgegeben.
      foto: apa/afp/fbi/handout

      "Othello und Desdemona" von Marc Chagall aus dem Jahr 1911 wurde vom FBI an die Nachfahren der Eigentümer zurückgegeben.

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