Bild von brennendem Demonstranten ist World Press Photo 2018

Ansichtssache12. April 2018, 22:43
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Jury-Vorsitzende Herrera würdigt Werk von AFP-Fotograf Ronaldo Schemidt als "klassisches Foto mit Energie und Dynamik" – Mit den Gewinnern aller Kategorien

Amsterdam – Ein junger Mann mit Gasmaske, sein Oberkörper in Flammen: Ein spektakuläres Foto von den heftigen Unruhen in Venezuela ist das Weltpressefoto des Jahres 2018. Die Jury des Wettbewerbs World Press Photo zeichnete dafür den Fotografen Ronaldo Schemidt am Donnerstagabend mit dem mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis aus.

"Venezuela Krise"

Das Siegerfoto hat den Titel "Venezuela Krise". Schemidt ist für die französische Nachrichtenagentur AFP in Mexiko stationiert. Er fotografierte den 28-jährigen José Victor Salazar Balza während heftiger Proteste gegen Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro in Caracas im Mai 2017. Der junge Mann trug eine Gasmaske und war von Flammen erfasst worden, als der Tank eines Motorrads explodierte. Er erlitt schwere Brandwunden, überlebte aber.

Die Juryvorsitzende Magdalena Herrera sprach von einem "klassischen Foto mit Energie und Dynamik". Für das Jurymitglied Whitney C. Johnson hat das Bild des Mannes hohe Symbolkraft: "Er repräsentiert nicht nur sich selbst und sich selbst brennend, sondern auch die Idee von einem brennenden Venezuela." (red, APA, 12.4.2018)

Hinweis: In dieser Ansichtssache sehen Sie weitere Nominierte zum Hauptpreis und die Gewinner aller acht Kategorien.

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foto: ronaldo schemidt, agence france-presse

In diesem Jahr waren fünf Fotografen mit sechs Fotos zu aktuellen Ereignissen für den ersten Preis, das Weltpressefoto des Jahres, nominiert. I42 Fotografen in acht Kategorien wurden ausgezeichnet.

Insgesamt hatten sich mehr als 4.500 Fotografen mit über 73.000 Fotos an dem Wettbewerb beteiligt. Die prämierten Fotos werden in einer Ausstellung gezeigt, die in 45 Ländern – auch in Österreich – zu sehen sein soll.

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