Heuer wieder fast 16.000 Bewerber für 1.680 Medizin-Studienplätze

    12. April 2018, 12:24
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    Deutlich mehr Bewerber an der Medizin-Fakultät in Linz, weniger Interessenten in Wien und Graz

    Wien – Zahlenmäßig kaum verändert auf hohem Niveau ist auch heuer der Andrang auf die Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck sowie die Medizin-Fakultät an der Uni Linz: Nach 15.991 Personen 2017 meldeten sich heuer 15.880 Interessenten für den gemeinsamen Aufnahmetest am 6. Juli an. Leicht zugenommen hat die Zahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze – nach 1.620 im Vorjahr sind es heuer 1.680.

    Der Platzzuwachs betrifft jedoch nur die Linzer Medizin-Fakultät. Nach 120 im vergangenen Jahr können heuer 180 angehende Ärzte dort ihr Studium aufnehmen. Das wirkt sich auf die Chancen vor Ort allerdings nicht positiv aus. Im Gegenteil: Verzeichnete man in Oberösterreich heuer doch deutlich mehr Bewerber als im Vorjahr. Nach 932 (2017) waren es bis zum Stichtag am 30. März 2018 nun 1.694 Anmeldungen (davon 697 Männer und 997 Frauen), wie am Donnerstag in einer gemeinsamen Aussendung der österreichischen Medizin-Unis aufgelistet wird.

    Offenbar haben die zusätzlichen Plätze in Linz viele Studienwerber in die oberösterreichische Landeshauptstadt gelockt. Die Bewerberzahlen in Wien und Graz sind im etwa gleichen Ausmaß gesunken: An der Wiener Med-Uni verzeichnete man heuer mit 7.451 Studienwerber (2017: 8.030 ) deutlich weniger Interessenten. 4.604 Frauen und 2.847 Männer bemühen sich um die dortigen 740 Plätze. Auch an der Med-Uni Graz gingen die Anmeldungen von 3.359 (2017) auf insgesamt 2.969 Registrierungen zurück. Hier stehen 1.798 Frauen heuer 1.171 Männer gegenüber. 360 Plätze werden in Graz vergeben.

    Fast unverändert bleib die Anzahl der Gesamtinteressenten an der Med-Uni Innsbruck (400 Plätze): Dort wurden nach 3.670 im Jahr 2017 heuer 3.766 Anmeldungen verzeichnet. Auch hier sind Frauen (2.340) gegenüber männlichen Bewerbern (1.426) deutlich in der Überzahl.

    75 Prozent der Studienplätze an allen Unis gehen an Kandidaten mit österreichischem Maturazeugnis, 20 Prozent an Bewerber aus der EU und fünf Prozent sind für Studienwerber aus Drittstaaten vorgesehen. Aufgrund der Vielzahl an Interessenten wickeln die Unis den Test an externen Standorten ab. Im Schnitt erschienen in den Vorjahren rund 80 Prozent der Angemeldeten auch zum Test – für die Teilnahme am Aufnahmeverfahren sind 110 Euro zu bezahlen.

    Beim für rund neun Stunden (inklusive Pausen) anberaumten schriftlichen Aufnahmetest für Humanmedizin (MedAT-H) werden das schulische Vorwissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, Lesekompetenz und Testverständnis sowie kognitive Fertigkeiten (Zahlenfolge, Gedächtnis und Merkfähigkeit, Figuren zusammensetzen, Wortflüssigkeit, Implikationen erkennen) überprüft. Außerdem werden auch soziale Kompetenzen abgetestet.

    Die Aufnahmeprüfung für Zahnmedizin (MedAT-Z) ist großteils ident mit dem MedAT-H, die Testteile zu Textverständnis und Implikationen erkennen werden aber ersetzt durch einen Test in Drahtbiegen und Formen spiegeln, bei dem die Kandidaten ihre manuellen Fertigkeiten nachweisen müssen. Unterlagen zur Vorbereitung auf die Tests stellen die heimischen Medizin-Unis auf ihrer gemeinsamen Website www.medizinstudieren.at zur Verfügung. (APA, 12.4.2018)

    • Auch heuer wird es beim Aufnahmetest an den Medizin-Unis wieder "Wimmelfotos" geben – wie dieses von der Med-Uni Graz.
      foto: apa/med uni graz

      Auch heuer wird es beim Aufnahmetest an den Medizin-Unis wieder "Wimmelfotos" geben – wie dieses von der Med-Uni Graz.

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