Österreicher haben mehr Geld in der Tasche

12. April 2018, 11:12
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Die Kaufkraft ist 2017 nominell um 717 Euro und inflationsbereinigt um 276 Euro auf 21.812 Euro gestiegen

Wien – Die Österreicher sind 2017 dank florierender Wirtschaft wieder etwas reicher geworden. Die Kaufkraft hat sich gegenüber 2016 nominell um 717 Euro (3,4 Prozent) auf 21.812 Euro pro Kopf erhöht. Inflationsbereinigt betrug das Plus 276 Euro. Im europaweiten Vergleich liegt Österreich damit laut Regiodata unverändert auf Platz acht, in der Eurozone auf Platz zwei hinter Luxemburg.

Die Top Ten in Europa führt nach wie vor die Schweiz mit einem verfügbaren Jahreseinkommen von 39.588 Euro pro Person an – gefolgt von Luxemburg (34.856 Euro), Island (33.137 Euro), das Norwegen (29.411 Euro) nicht zuletzt wegen Wechselkursveränderungen überholte, und Großbritannien (23.246 Euro). Das Schlusslicht bei den wohlhabendsten Ländern bilden Deutschland (21.632 Euro) und Belgien (21.019 Euro) auf den Plätzen neun und zehn. Frankreich ist aus dem Ranking herausgerutscht.

Wien im Mittelfeld

Die fünf kaufkräftigsten Bezirke in Österreich waren Wien-Innere Stadt (40.081 Euro), Wien-Hietzing (29.185 Euro), Mödling (28.131 Euro), Wien-Döbling (27.511 Euro) und Eisenstadt-Stadt (26.475 Euro). Die ärmsten Bezirke waren Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus (17.091 Euro), Wien-Brigittenau (17.744 Euro), Wien-Favoriten (18.136 Euro), Zwettl (18.178 Euro) und Lienz (18.324 Euro). Die im Jahr davor Letztplatzierten – die Südoststeiermark und Murau – wurden 2017 von Favoriten und Zwettl abgelöst.

Im Bundesländer-Vergleich lag Wien 2017 nur im Mittelfeld. Als reichstes Bundesland verdrängte Niederösterreich mit einer durchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft von 22.554 Euro Salzburg (22.534 Euro) wieder auf Platz zwei. Niederösterreich profitierte laut Regiodata Research von den Kaufkraftzuflüssen reicher Wiener, die nach wie vor verstärkt in umliegende Gemeinden ziehen.

Auf Platz drei im Bundesländerranking folgt Vorarlberg (22.227 Euro) vor Oberösterreich (22.028 Euro) und Wien (21.841 Euro). Am ärmsten sind die Kärntner (20.505 Euro), die Steirer (20.909 Euro) und die Burgenländer (21.319 Euro). Tirol belegt mit 21.585 Euro Platz sechs.

Die vorliegenden Angaben zur durchschnittlichen nominellen Kaufkraft in Österreich bilden alle Einkünfte aus unselbstständiger bzw. selbstständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung etc. sowie Transfereinkommen wie Pensionen, Familienbeihilfen und Arbeitslosengeld abzüglich Steuern und Sozialversicherung ab. Regionale Unterschiede im Preisniveau wurden nicht berücksichtigt. (APA, 12.4.2018)

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    grafik: apa
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