Daten der Juno-Sonde halfen bei Kartierung von Jupiters Magnetfeld

    12. April 2018, 07:00
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    Französische Forscher präsentierten ihre Ergebnisse beim EGU-Jahrestreffen in Wien

    foto: ap/nasa, esa, a. simon (gsfc)
    Juno eröffnete uns einen neuen Blick auf Jupiter.

    Wien – Auf dem Jahrestreffen der European Geosciences Union (EGU) wird traditionell ein sehr breites Themenfeld behandelt. Das kann durchaus auch mal über das eigentliche Kerngebiet der Geowissenschaften – also die Erde – hinausgehen: So wurde in Wien nun auch eine Karte von Jupiters Magnetfeldern präsentiert.

    Die mit Solarenergie betriebene NASA-Sonde Juno umkreist seit Juli 2016 den Gasriesen von Pol zu Pol – und zwar näher als jedes Raumschiff zuvor, erklärte Tristan Guillot von der Universität Cote d'Azur in Nizza vor Journalisten bei der EGU-Generalversammlung. Dadurch habe man von ihren Messgeräten so präzise Gravitationsdaten erhalten, dass man erstmals tief in Jupiters Inneres blicken könne. So erkannten die Forscher, dass die Zonen und Gürtel seiner Atmosphäre, die man mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten rotieren sieht, bis zu 3.000 Kilometer dick sind.

    Jack Connerney vom NASA-Raumfahrtzentrum in Greenbelt (USA) erstellte aus Daten, die Juno zur Erde geschickt hat, eine Karte des Dynamos, der die Magnetfelder des Planeten generiert. "Etwa auf halbem Weg zwischen dem Äquator und Nordpol liegt ein Gebiet, wo das Magnetfeld stark und positiv ist", sagte der Forscher. Es sei flankiert von schwächeren, negativen Bereichen. Auf der Südhalbkugel sei es hingegen konsistent negativ und werde vom Äquator in Richtung Pol immer stärker. (APA, red, 12. 4. 2018)

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