Rebecca Nelsen: "Anfangs musste ich im Garten üben"

    Kolumne17. April 2018, 14:23
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    Michael Hausenblas fragt die Sopranistin Rebecca Nelsen, warum ein Kornett eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt.

    "Ich komme aus einer sehr musikalischen Familie. Alle meine sieben Geschwister haben ein Instrument gespielt. Für Texas, wo ich aufgewachsen bin, ist das ungewöhnlich. Mir dachte man das Kornett zu, ein trompetenähnliches Instrument. Eigentlich hätte ich Klarinette spielen sollen, doch die bekam meine Schwester, weil sie eine Zahnspange trug und sich mit dem Kornett schwertat.

    Anfangs habe ich natürlich grauenvoll gespielt und musste zum Üben hinaus in den Garten. Doch mit der Zeit ist mir das Spiel ans Herz gewachsen, und ich wurde immer besser. Ich denke, ein Instrument zu spielen, trägt viel Gutes zur Entwicklung einer Persönlichkeit bei. Man wächst irgendwie zusammen.

    In meinem Falle spielte das Kornett eine große Rolle, als es um die Entscheidung ging, Opernsängerin zu werden. Natürlich spiele ich auch heute noch. Vor allem Jazz. Zumindest hin und wieder. Vor nicht allzu langer Zeit trat ich mit dem Instrument sogar in der Münchner Oper auf. Das war fast aufregender, als zu singen." (Michael Hausenblas, RONDO, 17.4.2018)

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    Rebecca Nelsen singt die Hauptrolle in der Oper "Marilyn Forever", die am 14. April im Wiener Kasino am Schwarzenbergplatz Premiere feierte.

    • Rebecca Nelsen: "Das Kornett spielte eine große Rolle, als es um die Entscheidung ging, Opernsängerin zu werden."
      foto: nathan murrell

      Rebecca Nelsen: "Das Kornett spielte eine große Rolle, als es um die Entscheidung ging, Opernsängerin zu werden."

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