Media-Analyse: DER STANDARD mit höchstem Reichweitenwert seit Gründung

    5. April 2018, 10:11
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    Große Medienstudie bescheinigt 6,5 Prozent Reichweite und 480.000 Leser pro Tag – "Krone" bei 29,2 Prozent, "Presse" bei 4,2

    Wien – Die Media-Analyse (MA) für das Kalenderjahr 2017 bescheinigt dem STANDARD seine höchste Reichweite seit der Gründung 1988: 6,5 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ab 14 Jahren konsumieren die Zeitung laut der Umfrage unter rund 16.000 Personen. Das entspricht 480.000 Leserinnen und Lesern.

    Den bisher höchsten Wert wies die Media-Analyse dem STANDARD 2001 aus – damals 6,0 Prozent. Für das Kalenderjahr 2016 bescheinigte die Media-Analyse dem STANDARD eine Reichweite von 5,3 Prozent. Die Steigerung 2017 ist statistisch aussagekräftig ("signifikant"). Die aktuelle Untersuchung weist dem STANDARD höhere Werte vor allem bei jungen Menschen und in Wien – statistisch signifikant von 9,7 auf 13,3 Prozent in der Hauptstadt – aus.

    Die Media-Analyse fragt ausdrücklich nach dem Konsum ("gestern gelesen oder durchgeblättert") der gedruckten Ausgabe, seit dem zweiten Halbjahr 2017 auch nach dem E-Paper der jeweiligen Zeitung oder des Magazins.

    "Die Presse" kommt laut Media-Analyse im Jahr 2017 auf eine Reichweite von 4,2 Prozent und 315.000 Leser. 2016 wies ihr die MA 4,0 Prozent und 296.000 aus.

    Reichweitenwerte von "Kurier", DER STANDARD und "Die Presse" seit STANDARD-Gründung vor 30 Jahren laut Media-Analyse. Die Daten unterliegen statistischen Schwankungsbreiten. Erhebungszeitraum MA 2017: Jänner bis Dezember 2017, 15.652 Interviews.

    "Krone" bei 29,2 Prozent, "Österreich" bei sieben

    Reichweitenstärkste Tageszeitung in der Media-Analyse bleibt die "Kronen Zeitung". Erstmals seit Jahrzehnten weist ihr die MA aber einen nationalen Reichweitenwert mit einem Zweier vorne aus: 29,2 Prozent 2017 nach 30,5 Prozent im Jahr davor. Der "Krone"-Rückgang ist statistisch signifikant wie jener von "Österreich". Die in der MA als Gratistitel ausgewiesene Zeitung kommt nach 7,8 Prozent im Jahr davor 2017 auf sieben Prozent Reichweite.

    Die Gratiszeitung "Heute" liegt nach 13,3 Prozent nationaler Reichweite nun bei 12,6 Prozent, das ist keine signifikante Veränderung.

    Signifikant Reichweite abgegeben hat wiederum die "Kleine Zeitung" – von 11,6 Prozent auf 10,5 Prozent nationale Reichweite.

    Dem "Kurier" weist die Erhebung nach 7,8 Prozent 2016 für 2017 nun 7,3 Prozent aus, das ist laut Media-Analyse keine statistisch signifikante Veränderung. Signifikant Reichweite verloren hat das "Kurier"-Samstagssupplement "Freizeit" im Jahresvergleich, von 7,2 auf 6,6 Prozent.

    Die Daten unterliegen statistischen Schwankungsbreiten. Sie reichen von plus/minus 0,1 Prozentpunkte (etwa bei der "Neuen Vorarlberger) bis plus/minus 0,7 Prozentpunkte bei der "Kronen Zeitung". Erhebungszeitraum MA 2017: Jänner bis Dezember 2017, 15.652 Interviews. "Heute" und "Österreich" sind Gratiszeitungen.

    "Krone", "Kleine", "Österreich" verlieren auch am Wochenende

    Die nationalen Wochenendreichweiten gaben statistisch signifikant nach bei der "Krone" (Sonntag, 38,1 auf 36 Prozent 2017), "Österreich" (Sonntag, 7,5 auf 6,9 Prozent 2017) und "Kleine Zeitung" gesamt (Sonntag, zwölf auf 10,9 Prozent 2017) – am Sonntag verlor die Kärntner "Kleine" signifikant auf nationaler Basis.

    Das Zeitungsmatch um Wien

    In Wien legte DER STANDARD signifikant von 9,7 auf 13,3 Prozent zu. Signifikant gesunken ist die Wochenendreichweite der "Krone"-Sonntagsausgabe. Sie fiel in der Hauptstadt von 35,9 auf 31,3 Prozent. Sie bleibt aber auch in Wien am Sonntag weitaus stärkster Titel – vor dem "Kurier" mit 19,1 Prozent und "Österreich" mit 15,3.

    Die täglichen Reichweitencharts in Wien führt seit Jahren schon "Heute" – mit nunmehr 30,2 Prozent – an, gefolgt von der "Krone" mit 24,8 Prozent anno 2017 und "Österreich" mit 15,6. Der "Kurier" hat hier 14,1 Prozent, DER STANDARD 13,3 und "Die Presse" 7,7.

    Bewegung in den Bundesländern

    Die statistisch signifikanten Veränderungen und Werte der größeren Player in den übrigen Bundesländern im Überblick:

    • In Niederösterreich verlor "Österreich von 11,6 auf neun Prozent, die Österreich-Kombi von 12,6 auf 10,2 Prozent. Die monatliche Version der kostenlosen "Tips" legte in Niederösterreich von 14,1 auf 17,6 Prozent signifikant zu, ebenso das monatliche, kostenlose "Gesund+Leben in NÖ".
    • Im Burgenland ging der "Kurier" von 18,5 auf 15,2 Prozent zurück, der Sonntags-"Kurier" von 22,6 auf 18,7 Prozent.
    • In der Steiermark gab die "Kleine Zeitung" von 51,6 auf 46,8 Prozent nach, noch immer weit vor der "Krone" mit dort 32,2 Prozent. Auch die "Kleine" am Sonntag sank von 52,7 auf 49,3 Prozent.
    • In Kärnten verlor die "Kleine" signifikant von 52,5 auf 46,3 Prozent, ihre Sonntagsausgabe von 52,9 auf 44,4. Die "Krone" liegt hier täglich bei 40,6 Prozent und am Sonntag bei 46 Prozent.
    • In Oberösterreich ging die tägliche "Krone"-Reichweite von 30,8 auf 27,7 Prozent zurück. Die "Oberösterreichischen Nachrichten" halten hier bei 27,5 Prozent.
    • In Salzburg verlor die Sonntagsausgabe der "Krone" signifikant von 41,7 auf 37,2. Ihre tägliche Reichweite liegt in diesem Bundesland bei 32,9 Prozent, jene der "Salzburger Nachrichten" bei 35,7 Prozent.
    • In Tirol verlor die Sonntagsausgabe der "Krone" von 33,8 auf 30 Prozent. Das Kleinformat kommt auf täglich 25,1 Prozent Reichweite, die "TirolerTageszeitung" auf 44,4 und am Sonntag auf 45,7 Prozent. In Tirol konnten die kostenlosen wöchentlichen "Bezirksblätter" signifikant zulegen (von 63,3 auf 67,3) und das Gratismagazin "Tirolerin" von 8,5 auf elf Prozent.
    • In Vorarlberg verlor die kostenlose "Vorarlbergerin" von 8,8 auf sechs Prozent Regionalreichweite. Im Bundesland erreichen die "Vorarlberger Nachrichten" 48,4 Prozent, die "Neue Vorarlberger" 11,2. Die "Krone" kommt in Vorarlberg nach 5,1 Prozent auf nun 3,3.

    Zeitungsreichweiten bei Akademikern

    DER STANDARD hat mit 43 Jahren im Schnitt die jüngsten Leserinnen und Leser der österreichischen Tageszeitungen. Und sie sind – nach dem Altersschnitt – etwas jünger als im Jahr zuvor. 16,6 Prozent der Menschen mit Hochschul- und Universitätsabschluss erreicht DER STANDARD; die "Krone" kommt hier auf 11,9 Prozent, "Die Presse" auf 11,4 Prozent.

    Erhebungszeitraum MA 2017: Jänner bis Dezember 2017. Stichprobe Akademiker: 1.013 Interviews. "Heute" und "Österreich" sind Gratiszeitungen.

    Magazinverluste

    "News" hat laut Media-Analyse gegenüber 2016 signifikant Reichweite verloren – von 5,1 auf 4,3 Prozent. Ebenso "TV-Media" aus der News-Gruppe (von 10,6 auf 8,8 Prozent). "Madonna mit Österreich" gab signifikant von 1,4 auf 1,1 Prozent nach, und die "Österreich"-Kombi von 8,6 auf 7,7 Prozent. Auch der "Lesezirkel" verlor signifikant Reichweite, ebenso "Lust aufs Leben" und "Sportmagazin"

    Signifikant zugelegt hat der "Falter" – von 1,6 auf 1,9 Prozent nationale Reichweite. Zudem steigerten sich "Terra Mater" aus dem Red Bull Media House von 1,8 auf 2,2 und der als Gratistitel geführte "Falstaff" von 2,2 auf 2,7 Prozent.

    Die höchste wöchentliche Magazinreichweite hat "Die Ganze Woche" (Noah Falk) mit 10,3 Prozent, die höchste monatliche Magazinreichweite das ÖAMTC-Mitgliedermagazin "Auto Touring", unter den Kauftiteln "Seruvs in Stadt und Land" (Red Bull Media House) mit 12,6 Prozent.

    Die höchste Printreichweite insgesamt haben wieder einmal die fast 130 Gratiswochenzeitungen der Regionalmedien Austria ("Bezirksblätter", "Wiener Bezirkszeitungen") mit gemeinsam 49,7 Prozent der österreichischen Bevölkerung ab 14 Jahren.

    Schwankungsbreiten

    Die angegebenen Werte unterliegen statistischen Schwankungsbreiten, mehr dazu finden Sie auf der Website der Media-Analyse mit einem eigenen Rechner für diese Schwankungsbreiten. (red, 5.4.2018)

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