Flandern-Rundfahrt: Kein Topfavorit, viele Anwärter

Video30. März 2018, 17:54
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QuickStep um Titelverteidiger Gilbert dominiert die Saison – Marco Haller einziger Österreicher bei der 102. Ausgabe des Klassikers

Antwerpen – Nach Mailand-San Remo folgt am Ostersonntag mit der Flandern-Rundfahrt der zweite Höhepunkt der Radsaison 2018. Als heißer Anwärter auf den Sieg beim Klassiker in Belgien gilt das einheimische Team QuickStep um Vorjahressieger Philippe Gilbert.

Mit Marco Haller (Katjuscha) ist auch ein Österreicher für die 102. Ausgabe der "Ronde" über 266,5 km Kilometer zwischen Antwerpen und Oudenaarde nominiert. Ihm ist eine Helferrolle zugedacht. Bernhard Eisel (Dimension Data), der sich vor zwei Wochen bei Tirreno-Adriatico schwere Verletzungen zugezogen hat, ist noch nicht fit.

Bei Dimension Data liegen die Hoffnungen vor allem auf dem Eritreer Merhawi Kudus, der seine erste "Ronde" in Angriff nimmt. QuickStep hat dagegen mit Elia Viviani, Niki Terpstra und Yves Lampaert, den zuletzt Erfolge bei den Halbklassikern in Belgien gelangen, gleich mehrere Asse im Ärmel.

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Die "Ronde" 2017.

Gleichwohl umfasst die Zahl der Sieganwärter beim erbarmungslosen Ritt über 18 giftige Steigungen (Hellinge) und fünf, in der Regel extrem schmale Kopfsteinpflasterabschnitte sicher an die zehn Fahrer. Weltmeister Peter Sagan aus der Bora-hansgrohe-Mannschaft plant seinen zweiten Ronde-Triumph nach 2016. Die Voraussetzungen sind gut, wie vor zwei Jahren gewann der extrovertierte Slowake im Vorfeld den Halbklassiker Gent-Wevelgem.

Olympiasieger Greg van Avermaet (Belgien/BMC Racing), seine Landsleute Sep Vanmarcke (EF Education First-Drapac), Tiesj Benoot (Lotto-Soudal) und eben Gilbert gehören ebenso dazu wie Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida), der beim Erfolg bei Mailand-San Remo seine gute Form unter Beweis stellte.

Van Avermaet hatte im Vorjahr die Rennen in seiner Heimat praktisch nach Belieben dominiert. Er gewann drei Halbklassiker, wurde bei der Flandern-Rundfahrt Zweiter und fuhr eine Woche später bei Paris-Roubaix seinen ersten Sieg bei einem der fünf Radsport-Monumente ein. (sid, APA, red, 30.3. 2018)

  • Die Fahrer machen sich bereits seit Tagen mit dem Parcour der Ronde vertraut. Hier erklimmen Belgiens Meister Oliver Naesen und der Franzose Tony Gallopin Seite an Seite den legendären Paterberg. Die 400 Meter lange, bis zu 20 Prozent steile Passage auf denkmalgeschütztem Pflaster ist die letzte Steigung vor dem Ziel und erlangt dadurch vorentscheidenden Charakter.
    foto: apa/afp/belga/waem

    Die Fahrer machen sich bereits seit Tagen mit dem Parcour der Ronde vertraut. Hier erklimmen Belgiens Meister Oliver Naesen und der Franzose Tony Gallopin Seite an Seite den legendären Paterberg. Die 400 Meter lange, bis zu 20 Prozent steile Passage auf denkmalgeschütztem Pflaster ist die letzte Steigung vor dem Ziel und erlangt dadurch vorentscheidenden Charakter.

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