Kurz schafft Thinktank für "evidenzbasierte" Politik im Kanzleramt

30. März 2018, 16:20
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Die ÖVP-Unterstützerin und Wirtschaftsberaterin Antonella Mei-Pochtler leitet die Einheit, die "Zukunftsradar", "Wirksamkeitsbarometer" und "Expertenpool" sein soll

Wien – Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schafft Jobs im Bundeskanzleramt: Eine neu eingerichtete Stabsstelle für Strategie, Analyse und Planung namens Think Austria wird damit beauftragt, "die mittel- und langfristigen Themen aufzugreifen und mögliche Antworten zu erarbeiten", wie es auf der Website des Thinktanks heißt. Leiterin der Einheit ist Antonella Mei-Pochtler, zuletzt Senior-Partnerin und Chefin der Boston Consulting Group (BCG) Wien und München und Beraterin von Kurz und Unterstützerin in dessen Wahlkampf.

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"Think Austria" stellt sich in einem Video vor.

Laut Mei-Pochtler soll der Thinktank "Zukunftsradar", "Wirksamkeitsbarometer" und "Expertenpool" sein und die Regierungsarbeit bestmöglich unterstützen. Die Idee für die Einheit sei in vielen Gesprächen mit Kurz entstanden. Ihnen beiden sei das Thema "Evidence-based Policymaking extrem wichtig".

Die Einrichtung der Stabsstelle erfolgt wenige Tage, nachdem die Koalitionsparteien das allgemeine Rauchverbot in der Gastronomie gekippt haben, gegen das so gut wie alle befragten Wissenschafter und Ärzte protestiert haben. (red, 30.3.2018)

  • Im Bundeskanzleramt werden Jobs geschaffen.
    foto: reuters / leonhard foeger

    Im Bundeskanzleramt werden Jobs geschaffen.

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