Ehemalige Pegida-Frontfrau soll ins Gefängnis

    30. März 2018, 09:45
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    Weil Tatjana Festerling eine Geldstrafe wegen Verhetzung und Beleidigung nicht gezahlt hat, soll sie für 120 Tage in Haft

    Der früheren Frontfrau der islam- und ausländerfeindlichen Pegida-Bewegung in Deutschland, Tatjana Festerling, drohen 120 Tage Gefängnis. Sie hatte eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro wegen Volksverhetzung und Beleidigung nicht gezahlt. Auf Facebook veröffentlichte Festerling ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Dresden sowie ein Video, in dem die 54-Jährige klarmacht, sie wolle und könne die Strafe nicht zahlen. Festerling bezeichnet sich als politisch Verfolgte und hat in dem Video noch um Spenden gebeten.

    Festerling hatte in Zusammenhang mit Flüchtlinge von "muslimischen Wurfmaschinen" und "Geburten-Jihad" gesprochen. Anfang 2017 soll sie in Bezug auf Migranten getwittert haben: "Schießen! Draufhalten, was sonst?"

    2015 war sie als Kandidatin der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) in Dresden bei der Oberbürgermeisterwahl angetreten und hatte im ersten Wahlgang knapp zehn Prozent der Stimmen geholt. Ein Jahr später hatte sie das Bündnis im Streit mit Pegida-Chef Lutz Bachmann verlassen. (red, 30.3.2018)

    • Sie könne und wolle das Geld nicht zahlen, sagte Tatjana Festerling.
      foto: reuters/kacper pempel

      Sie könne und wolle das Geld nicht zahlen, sagte Tatjana Festerling.

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