Regisseurin Molina gibt "Tatort"-Debüt: "Freude und Bestätigung"

    29. März 2018, 15:52
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    Dreht noch bis Freitag in Wien an der Episode "Glück allein" aus der Feder von Uli Bree – Ausstrahlung voraussichtlich 2019 in ORF 2

    Wien – "Glück allein": So harmlos der Titel des neuen ORF-"Tatort"-Falls zunächst scheint, so aufwühlend sind die Erkenntnisse, die sich für die Ermittler mit der Zeit herausstellen. Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser stehen aktuell in Wien für die letzten Szenen der Episode vor der Kamera, wobei es das erfahrene Duo mit einer Debütantin zu tun hat. Catalina Molina inszeniert ihren ersten "Tatort".

    Die argentinisch-stämmige Regisseurin, die 2013 beim Österreichischen Filmpreis mit einer Auszeichnung für den besten Kurzfilm ("Unser Lied") bedacht wurde, hat im Verbrechermetier aber bereits Erfahrung gesammelt. Für die ORF-"Landkrimi"-Reihe ließ sie Manuel Rubey in Salzburg ermitteln ("Drachenjungfrau"). Die nunmehrige Aufgabe sei für sie durchaus "vergleichbar mit einer Kinoproduktion", wird Molina vom Sender zitiert. "Das ist für mich Herausforderung, Freude und Bestätigung zugleich."

    Molina: "Tolle Stimmung am Set"

    Dabei sei es kein Problem gewesen, zu dem bestens eingespielten Team hinzuzustoßen. "Ich bin von der ersten Sekunde an sehr schön und großherzig empfangen worden", hielt Molina am Rande der Dreharbeiten in Wien-Ottakring fest. Gerade die Chemie zwischen den Hauptdarstellern Krassnitzer und Neuhauser spüre man, im Film wie abseits. "Ich hatte von Beginn an das Vertrauen der beiden, was mich natürlich sehr erleichtert hat. Wir haben eine tolle Stimmung am Set, und ich bin traurig, dass es morgen schon vorbei ist."

    Damit sprach Molina das Finale der Dreharbeiten an, die am Freitag bereits abgeschlossen werden. Seit Anfang März standen für "Glück allein" auch "Vorstadtweib" Gerti Drassl als Polizistin sowie Cornelius Obonya als Nationalratsabgeordneter vor der Kamera. Für Letzteren ist die kriminalistische Angelegenheit eine höchst persönliche wie ernste, da sich in seiner Familie ungeahnte Abgründe offenbaren. Ausgedacht hat sich die Geschichte mit Uli Bree ein alter "Tatort"-Kenner, ist "Glück allein" doch bereits der siebente Fall des Drehbuchautors.

    Und dabei scheint er aus den Charakteren durchaus ungekannte Facetten herauszuholen, wie Neuhauser über Bibi Fellner zu erzählen weiß: "Es ist immer anders, weil die Fälle, Konstellationen und Situationen anders sind und sich zum Teil auch die Figuren verändern." Für Krassnitzer, der seinen 44. "Tatort"-Einsatz als Moritz Eisner absolviert, liegt das Erfolgsgeheimnis der Reihe auch in den Abständen: So laufe man "nicht Gefahr, in einen Inflationszyklus zu geraten, weil wir nur zwei- oder dreimal im Jahr zu sehen sind. So bleibt unser 'Tatort' auch frisch und lebendig, und wir haben auch Zeit, uns immer wieder etwas Neues auszudenken." Die Ausstrahlung von "Glück allein" soll 2019 auf ORF 2 erfolgen. (APA, 29.3.2018)

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