Asylanträge in Österreich 2017 stark zurückgegangen

    1. April 2018, 10:08
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    2017 um 41,5 Prozent weniger Asylanträge im Vergleich zu 2016 – Antragsstärkste Nationen waren Syrien und Afghanistan

    Wien – Asylanträge in Österreich sind vergangenes Jahr im Vergleich zu 2016 und 2015 stark zurückgegangen. Insgesamt wurden 2017 24.735 Asylgesuche in Österreich verzeichnet – um 41,5 Prozent weniger als im Jahr davor (2016: 42.285 Anträge). Das geht aus vom Innenministerium veröffentlichten Statistiken hervor. Die antragsstärksten Nationen in Österreich im Jahr 2017 waren Syrien mit 30 Prozent aller Anträge und Afghanistan mit 15 Prozent.

    Bemerkenswerter Anstieg bei Georgiern

    Es folgten Pakistan, Nigeria, Irak und Russland mit jeweils sechs Prozent. Auch Iran, Somalia und Ukraine lagen 2017 unter den zehn antragsstärksten Nationen. Bemerkenswert ist der Anstieg der Anträge aus Georgien – 454 im Jahr 2017 im Vergleich zu 350 im Jahr davor. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2018 wurden bereits 150 georgische Asylanträge verbucht. Die hohe Zahl geht auf die Möglichkeit des visumfreien Reisens in die EU zurück, die es seit einem Jahr für die Bürger der Ex-Sowjetrepublik gibt.

    Anders als in Deutschland sind Asylgesuche türkischer Staatsbürger hierzulande seit Anfang 2017 gesunken. Im Jahr des Putschversuchs 2016 zählte das österreichische Innenministerium 346 Asylanträge türkischer Staatsbürger, im Jahr 2017 waren es noch 299. Im Jänner und Februar 2018 wurden 35 Anträge verbucht (2017: 53 Anträge).

    Knapp 51 Prozent der Anträge gewährt

    Im Vorjahr wurden 50,5 Prozent aller Anträge – insgesamt 21.767 – gewährt, 33,2 Prozent der Entscheidungen waren rechtskräftig negativ, und bei den restlichen 16,3 Prozent handelt es sich um "sonstige Entscheidungen" (also Einstellungen, Aussetzungen oder Gegenstandslosigkeiten). Außer Landes gebracht wurden im Vorjahr laut vorläufigen Zahlen des Bundesamts für Fremdenwesen 11.974 Personen, davon reisten 5.064 freiwillig und 6.910 zwangsweise aus.

    Der Anteil positiver Asylentscheidungen war mit 92 Prozent am höchsten bei syrischen Asylsuchenden. Der Anteil der gewährten Anträge lag bei afghanischen Asylsuchenden bei 47 Prozent und bei pakistanischen bei nur zwei Prozent. Im Gegensatz zu 2017 kamen 2016 die meisten Anträge von afghanischen Asylsuchenden. (APA, red, 29.3.2018)

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