"Moonraker": So hätte die Smartwatch von Nokia ausgesehen

    1. April 2018, 16:57
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    Hätte ursprünglich gemeinsam mit Lumia 930 erscheinen sollen, wurde aber zugunsten des Microsoft Band eingestellt

    Vor vier Jahren hegten Hersteller große Hoffnungen für das Segment der Smartwatches. Google hatte mit Android Wear ein erstes System für die Computeruhren an den Start gebracht, Firmen wie LG und Motorola stellten dazu gleich erste Geräte vor. Und langsam verdichteten sich die Anzeichen, dass auch Apple ein eigenes Produkt vorbereiten würde – die Apple Watch folgte schließlich 2015.

    Auch Microsoft, das damals noch ressourcenintensiv mit Windows Phone um Anteile am Smartphonemarkt kämpfte, war die Entwicklung nicht entgangen. Immer wieder tauchten Gerüchte auf, dass die von Microsoft geschluckte Mobilabteilung von Nokia ebenfalls ins Rennen um die Handgelenke einsteigen würde.

    Und tatsächlich hatte man ein Gerät in Arbeit, laufend unter dem an "James Bond" angelegten Namen "Moonraker". Die Betreiber des Youtube-Kanals ProtoBetaTest haben es nun geschafft, einen Prototypen aufzutreiben, den sie in einem Video vorstellen.

    protobetatest

    Hätte mit Lumia 930 erscheinen sollen

    Das Gerät, das Techradar optisch an die Sony Smartwatch 3 erinnert, zeigt sich in blockigem Design und bietet ein Menüinterface mit den damals schon von Windows 8 bekannten "Kacheln". Zu sehen ist etwa die Konfiguration des Hintergrundbildes über ein gekoppeltes Lumia-Handy. Dort ließ sich auch in einer App-Übersicht einstellen, welche Programme Benachrichtigungen an die Uhr schicken dürfen – darunter etwa Twitter oder Facebook. In die Uhr integriert war auch ein Schrittzähler.

    Ursprünglich sei der Plan gewesen, "Moonraker" als Wearable-Kompagnon zum anstehenden Lumia 930 auf den Markt zu bringen. Mit dem Smartphone wurde auch gleichzeitig Windows Phone 8.1 eingeführt.

    Für Microsoft Band gestanzt

    Microsoft entschied sich letztlich aber um und stellte das Projekt zugunsten des Microsoft Band ein. Dieses erschien Ende Oktober 2014 und legte einen stärkeren Fokus auf Fitnessfunktionen. An Bord waren etwa ein UV-Sensor und ein Pulsmesser. Ein Jahr später erhielt es einen Nachfolger, danach stellte Microsoft seine Wearable-Bemühungen ein.

    Nokia, das in Tandem mit HMD Global nunmehr wieder eigenständig agiert, vertreibt selber auch Wearables. Eine vollumfängliche Smartwatch ist allerdings nicht dabei, Geräte wie das Nokia Steel HR fungieren hauptsächlich als Fitnesstracker. (red, 1.4.2018)

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