Marsrover Curiosity kurvt seit 2.000 Marstagen auf dem Roten Planeten

    26. März 2018, 13:57
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    Seine Primärmission hat der Nasa-Roboter längst abgeschlossen, doch am Ende ist Curiosity offenbar noch lange nicht

    Am 6. August 2012 landete der Nasa-Rover Curiosity auf dem Mars – inzwischen hat er seinen 2.000 Marstag auf dem Roten Planeten verbracht. Ein Tag auf dem Mars, genannt Sol, dauert rund 40 Minuten länger als auf der Erde.

    Ausgedehnte Aufgaben

    Die Mission war ursprünglich nur auf 668 Marstage angelegt – doch Curiosity rollt munter weiter. Seit seiner Landung hat der sechsrädrige Rover 18,7 Kilometer zurückgelegt und dabei Unmengen an Daten und Bildern zur Erde geschickt. Er verfügt unter anderem über mehrere Kameras, eine Wetterstation, ein Strahlenmessgerät und ein Instrument zum Aufspüren von Wasserstoff, zudem kann er Bodenproben entnehmen und analysieren.

    Das brachte in der Vergangenheit etliche neue Erkenntnisse über den Roten Planeten – zum Beispiel, dass der junge Mars viele Millionen Jahre lang die nötigen Voraussetzungen für eine lebensfreundliche Umwelt besaß. Die Mission ist inzwischen auf "solange wie möglich" ausgedehnt worden. Im Vorjahr schätzte Sarah Marcotte vom Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena, dass er durchaus noch ein Jahrzehnt vor sich haben könnte.

    foto: nasa/jpl-caltech/msss
    Curiosity-Selfie im Gale-Krater. Der Rover rollt langsam, aber stetig weiter.

    Wasserspuren im Visier

    Im Vergleich zu Opportunity, dem 2004 gelandeten Rover der Nasa, ist Curiosity freilich noch ein Jungspund: Der Mars-Veteran hat schon mehr als 5.000 Sol auf dem Buckel und in dieser Zeit an die 45 Kilometer zurückgelegt.

    Curiosity hat nun neue spannende Aufgaben vor sich. Er befindet sich derzeit in einer unteren Region des Mount Sharp im Gale-Krater, der vor 3,5 bis 3,8 Milliarden Jahren durch einen Einschlag entstand. Der Rover ist unterwegs in ein Areal, das bereits vom Orbit aus untersucht und für interessant befunden wurde: Es enthält zahlreiche Tonminerale, die auf eine Präsenz von Wasser hindeuten. (red, 26.3.2018)

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