Neue Ferienregelung: Was wünschen sich Eltern, Lehrer und Schüler?

    User-Diskussion29. März 2018, 07:00
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    Zu viele Ferien, zu wenige, zu schlecht aufgeteilt oder genau richtig. Wie stehen Schüler, Lehrer und Eltern zur Ferienregelung, und was wünschen Sie sich?

    Ferien – rückblickend die schönste Zeit im Leben eines Schülers. Im Sommer nicht an die Schule denken müssen, keine Hausaufgaben, keine Tests und Schularbeiten. Sonne genießen, auf Urlaub fahren, in den Tag hinein leben. Aus dieser Perspektive sehen viele im Berufsleben stehende Menschen retrospektiv die Ferien. Für Schüler, die derzeit die Schulbank drücken müssen, sieht es manchmal anders aus. "Um nicht alles zu vergessen, muss ich viel lernen, um im Stoff zu bleiben", erzählt Alexander Schober (15) dem STANDARD, der lieber kürzere Sommerferien und längere Semester- und Osterferien hätte.

    Die Pläne des Bildungsministers Heinz Faßmann (ÖVP), Herbstferien einführen zu wollen, haben die Debatte über Länge, Dauer und Verteilung der Ferien erneut entfacht. Und diese Streitfrage scheint unlösbar zu sein, denn es müssen dabei auch drei oft sehr unterschiedliche Perspektiven bedacht werden – die der Schüler, der Lehrer und der Eltern.

    Mehr Mitbestimmung für Schüler?

    STANDARD-User hatten bei dem Artikel "Sommerferien, Feiertage, Herbstferien: Das durchlöcherte Schuljahr" die Möglichkeit, über die Einführung von Herbstferien und die generelle Ferienregelung abzustimmen. Der Großteil (54 Prozent) hat sich gegen die Einführung von Herbstferien ausgesprochen, 51 Prozent sind mit der derzeitigen Ferienregelung zufrieden.

    Für berufstätige Eltern ist es oft schwierig und kostspielig, die lange schulfreie Zeit zu überbrücken. Lehrer beklagen, dass es kaum Weiterbildungsangebote in den Ferien gibt und die Erholung nötig ist. Und Schüler werden selten über ihre Sicht der Dinge befragt. Das kritisiert auch Schober, der sich wünscht, mehr über seinen Schulalltag mitbestimmen zu können.

    Das sagt die STANDARD-Community

    Für User "ThePhysician" waren die Ferien-Camps schrecklich, er sehnte immer den Schulbeginn herbei:

    Poster "gyuri", ein Lehrer, berichtet von entspannten und gereiften Kindern nach den Ferien, lässt aber offen, ob es dafür neun Wochen braucht:

    Je länger man im Lehrberuf steht, desto wichtiger werden die Ferien, erzählen erfahrene Lehrerkollegen User "Selbstlaut":

    Mutter und Lehrerin in einer Person, das ergibt zwei Perspektiven in der Feriendebatte:

    Neue und kreative Ansätze sind gefragt, um die Vereinbarkeit von Job und Familie zu gewährleisten, schreibt Poster "i schau nur":

    Wo stehen Sie bei der Debatte um die Ferienregelung?

    Aus welcher Perspektive betrachten Sie die Diskussion rund um die Ferienzeit? Welche Perspektive wird Ihrer Meinung nach zu wenig bedacht? Wie könnten gänzlich alternative Konzepte ausschauen? Und was spricht für und gegen die geplanten Herbstferien? (haju, 29.3.2018)

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