Startschuss für Revitalisierung der Alten Post in Wien

Ansichtssache22. März 2018, 12:11
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Soravia und Wertinvest nehmen 200-Millionen-Euro-Projekt in Angriff – 80 Wohnungen und 150-Zimmer-Hotel mit Serviced Apartments geplant

foto: putschögl

Soravia Group und Wertinvest Gruppe investieren rund 200 Millionen Euro, um das riesige alte Postgebäude in der Wiener Innenstadt (Dominikanerbastei) zu revitalisieren. Geplant sind 80 Eigentumswohnungen und ein 150-Zimmer-Hotel mit fünf Sternen sowie angeschlossenen Serviced Apartments.

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Das Hotelkonzept wird von Wertinvest gemeinsam mit "Motto"-Geschäftsführer Bernd Schlacher erdacht, mit einem internationalen Betreiber ist man in Endverhandlungen, sagte Wertinvest-Chef Michael Tojner beim Spatenstich am Donnerstag. Auch den Namen des Hotels könne man noch nicht sagen.

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Ein Fünf-Stern-Hotel wird es jedenfalls werden, Tojner sprach von einem "Hotel Sacher für junge Leute". 2021 will man es aufsperren.

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Schon ein Jahr vorher, 2020, soll der Wohntrakt "Post Palais", für den Soravia verantwortlich zeichnet, fertiggestellt sein. Die Wohnungen werden zwischen 43 und 450 m² groß und zwischen 10.000 und 16.000 Euro pro Quadratmeter kosten.

Die Hälfte sei schon verkauft, sagte Erwin Soravia. Die Bewohner werden auch manche Hotel-Services benützen können, versprach Tojner.

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Das Gebäude wurde bis 2011 von der Post als Hauptgebäude genutzt, 2016 erwarben es Soravia und Wertinvest. Es handelt sich eigentlich um einen aus fünf historischen Gebäuden zusammengewachsenen Häuserblock, der eine Grundfläche von rund 7.500 m² aufweist.

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Teil des Ensembles ist beispielsweise auch eine katholische Kirche (links im Bild), die noch in Betrieb ist und für die die Kirche ein grundbücherlich besichertes Nutzungsrecht hat. Über der Kirche wird man aber wohnen können, sagte Erwin Soravia. Glocke gibt es dort keine.

In der Visualisierung rechts ist ersichtlich, wie die Front zur Dominikanerbastei nach dem Umbau aussehen soll.

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Die Fenster des Komplexes sind durchwegs noch alte Holzfenster, hier wisse man noch nicht, ob sie ersetzt oder saniert werden, so Soravia. Von den Kosten her mache das aber keinen großen Unterschied.

Überhaupt war man um gutes Einvernehmen mit dem Bundesdenkmalamt bemüht, nachdem diesem das erste Konzept der Entwickler nicht gut genug war.

Die Pläne für den Umbau stammen von einer Architekten-Arbeitsgemeinschaft aus hochform Architekten, Zeytinoglu ZT und project A01 architects. Diese gingen gemeinsam an die Neugestaltung heran, ...

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... die nun unter anderem auch vorsieht, einen der beiden noch offenen Höfe – ein dritter wurde schon vor längerer Zeit überdacht – zu begrünen und ihn zu einem öffentlichen Durchgang von der Postgasse zur Dominikanerbastei zu machen. (Martin Putschögl, 22.3.2018)

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