Forscher entdecken Kinderpornografie in Bitcoin-Blockchain

    21. März 2018, 08:27
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    Damit könnte der Besitz der Blockchain – etwa beim Schürfen von Bitcoins – illegal sein

    Die Bitcoin-Blockchain wird von Unbekannten dazu missbraucht, Kinderpornografie zu verbreiten. Wissenschafter der RWTH Aachen und der Goethe-Universität Frankfurt fanden 274 Links auf kinderpornografische Inhalte und illegale Fotoaufnahmen, die in der Bitcoin-Blockchain gespeichert waren. Die Forscher warnen nun davor, dass damit der Besitz der Blockchain verboten sein könnte.

    Schürfer in Gefahr

    In der Blockchain werden Informationen zu Bitcoin-Transaktionen gespeichert. Zum Handel mit Bitcoin ist nicht der Besitz der gesamten Blockchain nötig, zum Schürfen der Kryptowährung allerdings schon. Die Forscher warnen auch mit Blick auf andere Blockchains, dass Nutzern juristische Probleme entstehen könnten. Noch gibt es kein Gerichtsurteil zum Besitz illegaler Daten auf einer Blockchain, doch andere Urteile legen nahe, dass User für alle auf ihrem System gespeicherten Inhalte verantwortlich sind.

    Warnung von Interpol

    Interpol warnte schon vor drei Jahren, dass sich das Design der Blockchain dazu eignet, illegale Inhalte zu verbreiten. Bislang galt dies aber als rein theoretisch. Die Forscher aus Aachen und Frankfurt konnten nun erstmals beweisen, dass tatsächlich schadhafte Inhalte in die Blockchain geschleust wurden. (red, 21.3.2018)

    • Unbekannte Personen haben kinderpornografische Inhalte in die Blockchain geschmuggelt
      foto: reuters/stringer

      Unbekannte Personen haben kinderpornografische Inhalte in die Blockchain geschmuggelt

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