Tierische Therapeuten: Wie Alpakas bei Burnout helfen

    Video20. März 2018, 06:00
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    In Niederösterreich sollen Tiere dabei helfen, neue Kraft zu schöpfen. Wie das funktioniert? DER STANDARD hat es sich angesehen

    Wenn es einfach zu viel wird, hilft vielleicht das Alapaka Oskar. In Großmotten in Niederösterreich bietet der Mediziner Wolfgang Schuhmayer die so genannte "tiergestützte Therapie" an. Durch die Arbeit mit den Tieren sollen Burnout-Betroffene zur Ruhe kommen und wieder Vertrauen in sich selbst und die eigenen Fähigkeiten fassen. Der Vorteil der Tiere, sagt Schumayer: "Sie schubladisieren nicht und treten jedem Menschen mit der größtmöglichen Objektivität gegenüber. Egal ob er Vorstandsdirektor ist oder der Chauffeur des Vorstandsdirektors."

    video: lisa breit; mitarbeit: andreas apostel; stimme: sophie hausberger
    Wir haben das Österreichische Zentrum für Tiergestützte Medizin und Forschung besucht.

    Neben den Alpakas hält Schuhmayer auch eine Herde Zwergziegen, ein Pferd und ein Muli. Sie hätten jeweils ganz andere Eigenschaften und könnten daher jeweils anders helfen.

    Raus in die Ruhe

    Das Konzept: Übungen mit den Tieren werden kombiniert mit langen Gesprächen. Nicht nur gegen Burnout soll die Therapie – die 120 Euro pro Einheit kostet – helfen sondern auch bei anderen psychischen Belastungen, beispielsweise Angststörungen, Traumata oder Alkoholerkrankungen. Eine medizinische Erklärung, warum es vielen durch die Arbeit mit den Vierbeinern besser geht, gibt es nicht, sagt Schumayer. Eine Rolle spielt vermutlich auch die Ruhe – Großmotten liegt etwa eine Stunde und 20 Minuten mit dem Auto von Wien entfernt. (lib, 20.3.2018)

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