Pegida-Chef Bachmann wurde Einreise nach London verwehrt

    18. März 2018, 15:04
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    Lutz Bachmann wollte dort die Rede des österreichischen Identitären-Sprechers Martin Sellner verlesen, der bereits vor einer Woche an der Einreise gehindert wurde

    Wien/London – Der deutsche Pegida-Chef Lutz Bachmann ist offenbar an der Einreise nach Großbritannien gehindert worden. Er wollte im Londoner Hyde-Park eine Rede halten. Erst vor einer Woche war dem Sprecher der österreichischen rechtsextremen "Identitären", Martin Sellner, ebenfalls die Einreise verweigert worden, DER STANDARD berichtete.

    "Bei meinem Pass gingen die roten Lampen an", erklärte Bachmann auf Facebook. Er habe Sellners Rede dabeigehabt, die er öffentlich vorlesen wollte, und das "hätte wohl nicht gepasst". Bachmann musste in einer Abschiebeeinrichtung warten und Sonntagvormittag unverrichteter Dinge wieder nach Deutschland zurückfliegen.

    Die britischen Behörden gaben bislang keine Erklärung ab. Sellner wurde vergangene Woche die Einreise verweigert, da er sich mit Rechtsextremen in Großbritannien treffen und die Rede halten wollte.

    In der Abschiebeeinrichtung nutzte Bachmann die Wartezeit, um ein Video zu machen. Das inszeniert er nun als angeblichen Beweis einer Islamisierung Großbritanniens, wie es der Pegida-Chef nennt: "Korane, Gebetsteppiche, an der Decke Pfeil Richtung Mekka. Läuft in England." Im Video sind jedoch nur schlichte Büroräumlichkeiten zu sehen. Allein in einem Regal liegen eine Ausgabe des Korans und ein Gebetsteppich. (red, 18.3.2018)

    • Lutz Bachmann ist Sprecher der rassistischen und islamfeindlichen deutschen Organisation Pegida.
      foto: reuters/fabrizio bensch

      Lutz Bachmann ist Sprecher der rassistischen und islamfeindlichen deutschen Organisation Pegida.

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