CSU-Chef Seehofer legt im Islamstreit nach

17. März 2018, 12:44
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Der deutsche Innenminister attackiert Kritiker aus der SPD

Berlin – Der deutsche Innenminister Horst Seehofer legt im Streit über seine Islam-Äußerungen nach und greift seine SPD-Kritiker an. "Die SPD sollte lieber mithelfen, die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden", sagte der CSU-Chef der Zeitung "Welt am Sonntag". Dass Deutschland geschichtlich und kulturell christlich-jüdisch und nicht islamisch geprägt sei, könne niemand ernsthaft bestreiten.

Dies sei für ihn entscheidend, wenn es um die Frage geht, was zu Deutschland gehöre: "Genauso wie es für mich eine Selbstverständlichkeit ist, dass die große Zahl der friedliebenden Muslime in Deutschland zu uns gehört."

Seehofer hatte zuvor in einem "Bild"-Interview vom Freitag gesagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und zahlreiche Kritiker aus der SPD hatten widersprochen.

Auch die SPD könne nicht bestreiten, "wo wir unsere Wurzeln haben und was uns historisch geprägt hat und ausmacht", sagte Seehofer. Statt sich an einzelnen Sätzen abzuarbeiten, sollte die SPD mithelfen, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken. Zum Konflikt mit Merkel sagte Seehofer er: "Angela Merkel und ich halten Meinungsunterschiede aus." (APA, 17.3.2018)

  • "Die SPD sollte lieber mithelfen, die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden", sagte Horst Seehofer.
    foto: afp/christof stache

    "Die SPD sollte lieber mithelfen, die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden", sagte Horst Seehofer.

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