Budgetpläne für FWF-Chef kleiner Schritt in die richtige Richtung

    17. März 2018, 08:30
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    Tockner weist auf die Hoffnungen hin, die in der Forschungscommunity geweckt wurden

    Wien – Für den Chef des Wissenschaftsfonds FWF, Klement Tockner, ist die Budgeterhöhung von insgesamt 110 Mio. Euro von 2018 bis 2021 "ein gutes Signal in die richtige Richtung. Der große Schritt muss aber noch gesetzt werden, um die ambitionierten Ziele des Regierungsprogramms zu erfüllen". Einen "ganz großen Schritt" sei man dagegen in punkto Uni-Budget gegangen, so der Rektor der Uni Wien, Heinz Engl.

    Angesichts der Tatsache, dass in vielen Bereichen budgetäre Kürzungen zu erwarten sind, gehe es beim auf die Förderung von Grundlagenforschung fokussierten FWF glücklicherweise aufwärts, was Tockner als Verdienst von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) wertet. Die ursprünglichen Pläne im Arbeitsübereinkommen der Bundesregierung hätten in der Forschungscommunity freilich Hoffnungen auf einen "Aufbruch" geweckt, was sich auch bereits an einer Zunahme an Anträgen ablesen lasse. Wenn diese Erwartungen längerfristig nicht erfüllt werden, "würde auch Vertrauen in die Politik verloren gehen", sagte Tockner. Die Dotierung des FWF sei jedenfalls einer der zentralen Faktoren dafür, dass Spitzenforscher nach Österreich kommen oder bleiben.

    Vorbild Deutsche Forschungsgemeinschaft

    Im Zuge der im Herbst 2016 von der Bundesregierung angekündigten "Forschungsmilliarde" wäre für die Erhöhung des Etats des FWF eigentlich insgesamt ein Plus von 281 Mio. Euro im Zeitraum von 2018 bis 2021 vorgesehen gewesen. Das Gesamtbudget hätte bis zum Jahr 2021 sukzessive auf 290 Mio. Euro ansteigen sollen. Erstrebenswert wäre es laut Tockner, längerfristig ungefähr das Niveau der Dotation der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu erreichen, was auf Österreich umgelegt rund 300 Mio. Euro jährlich bedeuten würde. Laut dem Ministerium wird das FWF-Budget 2021 nun bei 224 Mio. Euro liegen.

    Zufrieden mit dem Ergebnis der Budgetverhandlungen ist der Rektor der Universität Wien, Heinz Engl. Die Anhebung des Gesamtbudgets der österreichischen Universitäten für die Jahre 2019 bis 2021 um 1,35 Mrd. Euro auf rund elf Mrd. Euro "erlaubt neben der Verbesserung der Studienbedingungen, die Umsetzung der strategischen Pläne der Universität Wien in der Forschung", so Engl. (APA, 17. 3. 2018)

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