Burschenschafter nach Liederbuchaffäre wieder im Verkehrsministerium

    15. März 2018, 20:21
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    Pressereferent arbeitet laut "Wiener Zeitung" wieder – Er hatte eigentlich Beurlaubung bis zur Aufklärung von Vorwürfen angekündigt

    Wien – Der Vorsitzende der Burschenschaft Bruna Sudetia, Herwig Götschober, ließ sich vor drei Wochen als Pressereferent im Kabinett von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) nach Auftauchen eines NS-Liederbuchs vorerst beurlauben, bis alles "restlos aufgeklärt ist". Nun soll er wieder im Ministerium tätig sein, obwohl das Verfahren noch anhängig ist, berichtete die "Wiener Zeitung".

    Dass Götschober wieder arbeitet, bestätigen laut dem Bericht mehrere Mitarbeiter aus Hofers Ministerium sowie Götschobers Assistentin.

    Die SPÖ warf der FPÖ vor, es mit der Aufklärung des Liederbuchskandals nicht ernst zu meinen. Sabine Schatz, SPÖ-Sprecherin für Gedenkkultur, nahm in einer Aussendung auch die ÖVP in die Pflicht. "Wenn die ÖVP eine vorzeitige Rückkehr Götschobers unkommentiert lässt, wirkt das bagatellisierend. Ich erwarte mir von der Kanzlerpartei, Position zu beziehen."

    Götschober selbst hatte nach Auftauchen des Materials versichert, antisemitisches und rechtsextremes Gedankengut widerspreche der Haltung der von ihm geführten Burschenschaft. (APA, 15.3.2018)

    • Herwig Götschober, Pressereferent im Kabinett von Verkehrsminister Norbert Hofer, ist offenbar wieder im Dienst.
      foto: apa / hochmuth

      Herwig Götschober, Pressereferent im Kabinett von Verkehrsminister Norbert Hofer, ist offenbar wieder im Dienst.

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