Lohnlücke unverändert: Frauen verdienen 21 Prozent weniger als Männer

    15. März 2018, 14:23
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    Unterschiede zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern

    Berlin – Die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland bleiben unverändert hoch. Frauen kamen 2017 auf einen durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 16,59 Euro und bekamen damit 21 Prozent weniger als ihre Kollegen mit 21,00 Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. "Nach wie vor bestehen dabei deutliche Unterschiede zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern." Der sogenannte "unbereinigte Gender Pay Gap" sei im Westen um einen Punkt auf 22 Prozent gesunken, während er im Osten bei sieben Prozent verharrte. Die Differenz bei Lohn und Gehalt zwischen Männern und Frauen lag 2007 noch bei 23 Prozent.

    Öfter geringfügig

    Hauptgründe sind den Angaben zufolge, dass Frauen und Männer oft in unterschiedlichen Branchen und Berufen tätig sind, sowie ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen hinsichtlich Führung und Qualifikation. Zudem arbeiten Frauen häufiger als Männer in Teilzeit und sind öfter geringfügig beschäftigt. Hierdurch können laut Statistikamt rund drei Viertel der Verdienstunterschiede erklärt werden. Das verbleibende Viertel entspreche dem sogenannten "bereinigten Gender Pay Gap". Demnach verdienen Frauen im Schnitt auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und ähnlicher Qualifikation pro Stunde sechs Prozent weniger als Männer. (Reuters, 15.3.2018)

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