Werbebranche blickt optimistisch in die Zukunft

    14. März 2018, 11:55
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    Werbeklimaindex bildet Konjunkturhoch ab – Fachverband spürt "Aufwind"

    Wien (APA) – Die Stimmung in der Werbebranche ist optimistisch, die Auftragsbücher der Unternehmen gut gefüllt, die Unternehmen bereit, weitere Mitarbeiter einzustellen. Das geht aus dem WIFO-Werbeklimaindex im Auftrag der Wirtschaftskammer (WKÖ) hervor, der am Mittwoch präsentiert wurde.

    "Nach vielen mittelmäßigen Jahren spüren wir wieder Aufwind. Die österreichische Werbewirtschaft hat sich 2017 sehr gut entwickelt und dürfte diesen Schwung auch 2018 mitnehmen", resümierte Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation, bei der Pressekonferenz in Wien.

    Aufschwung über alle Sektoren

    Der WIFO-Werbeklimaindex erreichte im Jänner 2018 einen Stand von +23 Punkten, Ende 2017 stand der Index sogar noch bei +30 Punkten. "Die Entwicklung zu Jahresende deutet an, dass der Konjunkturhöhepunkte erreicht sein könnte, dies zeigt auch der Indexwert des Wirtschaftsklimaindex", so WIFO-Experte Werner Hölzl. Schon seit Jahresbeginn 2017 habe man in Österreich, aber auch in Nachbarländern, "einen breit angelegten Aufschwung über alle Sektoren hinweg" gesehen. Für das heurige Jahr erwartet sich Hölzl eine "sehr gute Entwicklung", eine "leichte Abschwächung" sei im zweiten Halbjahr 2018 zu erwarten.

    Die befragten Unternehmen zeigen sich im Hinblick auf die Einschätzung der Geschäftslage jedenfalls optimistisch. 74 Prozent der Befragten melden ausreichende oder mehr als ausreichende Auftragsbestände. In den kommenden sechs Monaten rechnen 18 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, sechs Prozent gehen von einer Verschlechterung aus.

    Zusätzliche Mitarbeiter einstellen

    Dies wirke sich auch auf den Arbeitsmarkt für Kreativ- und Kommunikationsberufe aus. 17 Prozent gaben laut WIFO an, in den kommenden Monaten zusätzliche Mitarbeiter einstellen zu wollen. Acht Prozent der Unternehmen hingegen rechnen damit, dass sie die Beschäftigung reduzieren müssen. "Unternehmen wollen Mitarbeiter anstellen, sehen sich aber mit einem Mangel an Arbeitskräften konfrontiert. Um Mitarbeiter zu bekommen, sind wir gefordert, uns um die Jungen zu kümmern", so Sery-Froschauer. Daher werde die kürzlich beschlossene Initiative von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP), die Ausbildung digitaler Lehrberufe zu fördern, vom Fachverband begrüßt.

    So startet ab dem Schuljahr 2018/19 der neue Schwerpunkt-Lehrberuf Medienfachmann/-frau mit den vier Schwerpunkten "Webdevelopment", "Grafik und Design", "Online-Marketing" und "Agenturdienstleistungen". Sery-Froschauer verwies überdies auf die Eckpunkte der WKÖ-Reform – etwa die Abschaffung der Mehrfach-Grundumlagen und die Befreiung von der Grundumlage für Neugründer im ersten Jahr. (APA, 14.3.2018)

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