App gegen sexuelle Belästigung in Brüssel soll "Straßenengel" mobilisieren

    14. März 2018, 10:06
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    Mit der Anwendung "Greif meine Freundin nicht an" können Frauen anonym Vorfälle melden

    Brüssel – Frauen in der belgischen Hauptstadt Brüssel können sexuelle Belästigungen jetzt per App melden. "Touche pas a ma pote" (etwa: "Greif meine Freundin nicht an") heißt die Anwendung, die seit vergangener Woche aus dem App-Store von Google heruntergeladen werden kann. Wenn Frauen auf der Straße oder in der U-Bahn belästigt werden, können sie per Knopfdruck anonym den Vorfall melden.

    Andere bei der App registrierte NutzerInnen, die in der Nähe sind, können dann helfen – zum Beispiel als ZeugInnen. Sie werden in der App als "Straßenengel" bezeichnet.

    Französisches Vorbild "Hands Away"

    Hinter der App, die eine ähnliche Anwendung aus Frankreich zum Vorbild hat, stecken eine zivilgesellschaftliche Organisation und die Brüsseler Politikerin Bianca Debaets. Diese App sei für ganz Belgien gedacht, der Hauptfokus liege aber auf Brüssel, erklärt Debaets. Auf Basis der Daten könnten städtische Behörden Maßnahmen ergreifen.

    Neu ist die Idee der App nicht. Bei dem französischen Vorbild "Hands Away", die seit Oktober 2016 auf dem Markt ist, sind nach Angaben der BetreiberInnen 10.000 "Straßenengel" gemeldet. Nutzerinnen haben schon 8.500 Fälle in der kostenlosen Anwendung angezeigt. Auch andernorts werden Daten gesammelt und HelferInnen gerufen: Das von einer indischen Initiative gelaunchte Modell "Safecity" verfolgt in 50 Städten in Indien, Kenia und einigen anderen Ländern einen ähnlichen Ansatz. (APA, dpa, 14.3.2018)

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