Lösch holt Bronze im RTL, wieder Blech für die Edlingers

    14. März 2018, 09:35
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    Claudia Lösch holt mit Bronze im RTL die nächste Medaille für das Paralympic Team Austria. Carina und Julian Edlinger werden im Langlaufsprint Vierte

    Claudia Lösch holt bei den Paralympics in PyeongChang die vierte Medaille für das Paralympic Team Austria. Nach Silber im Super-G fährt die Niederösterreicherin im Riesentorlauf zu Bronze. Die Ski-Herren verpassen die Medaillen hingegen knapp.

    Trost ist die insgesamt 9. Paralympics-Medaille ihrer Karriere. "Mir geht es mit Bronze wesentlich besser als mit Silber vor ein paar Tagen. Auch weil der zweite Lauf wieder einigermaßen mit Skifahren zu tun hatte. Hundertprozentig zufrieden bin ich nicht, weil der erste Durchgang für das was ich drauf habe nicht gut war. Es ist eine Medaille, darüber freue ich mich. Aber so ganz will es einfach nicht laufen."

    Das Ziel

    Für Österreich ist es die vierte Medaille bei diesen Spielen. Am Ende fehlten Lösch gerade einmal sechs Hundertstel auf die Silbermedaille – für sie aber kein bitterer Beigeschmack: "Ob ich Zweite oder Dritte werde ist mir nicht wichtig, Medaille ist Medaille. Gold ist es nicht – bitter wäre es nur gewesen, wenn Momoka ausgeschieden wäre und die sechs Hundertstel über Gold und Silber entschieden hätten."

    Im abschließenden Slalom hat die sechsfache Behindertensportlerin des Jahres die Möglichkeit, ihr Medaillen-Konto auf zehn zu schrauben. Lösch: "Das ist definitiv das Ziel!" Tragische Heldin ist Heike Eder: Die Vorarlbergerin schnuppert an einer Sensation, scheidet nach Platz fünf im ersten Durchgang aber im Finale aus. Österreichs Ski-Herren zeigen ebenfalls starke Leistungen, verpassen die Medaillen jedoch.

    Markus Salcher belegt in der Klasse Stehend Rang 5. "Ich hätte einen herausragenden 2. Durchgang gebraucht. Mit der Platzierung bin ich ganz zufrieden, es ist die Region die ich im Riesenslalom erwartet habe. Mit zwei Medaillen muss ich mich bei diesen Spielen sicher nicht verstecken und kann zufrieden nach Hause fahren."

    Martin Würz landet an der zehnter Stelle, Thomas Grochar und Nico Pajantschitsch scheiden aus. In der Klasse Sitzend ist Roman Rabl als siebenter bester Österreicher: "Ich fahre gut, aber es reicht einfach nicht für ganz vorne." Markus Gfatterhofer jubelt bei seinen ersten Paralympics über Platz neun, Simon Wallner belegt Rang 19.

    Wieder Blech für die Edlingers

    Das Langlauf-Duo Carina und Julian Edlinger lief unterdessenm Sprint auf den vierten Platz. Schon wieder Blech für die beiden Salzburger, die auch im 15 km-Rennen im freien Stil am Montag die Bronzemedaille nur knapp verpassten. Im Ziel wurde die 19-Jährige von Krämpfen geplagt, musste danach vom Teamarzt behandelt werden.

    Die Nachwirkungen waren auch gestern noch zu spüren. "Dafür, dass gestern eigentlich nicht an Langlaufen zu denken war und ich die Strecke nicht wirklich besichtigen konnte, bin ich extrem erstaunt, wie gut es heute gelaufen ist", zeigte die talentierte Blindensportlerin im erst zweiten Paralympics-Rennen ihrer Karriere viel Kampfgeist – und ihre Klasse.

    Gold ging an die Weißrussin Sviatlana Sakhanenka vor Mikhalina Lysova (NPA/14,1 Sek.) und Oksana Shyshkova (UKR/+15,7 Sek.).

    Am Samstag hat das Team Edlinger im Klassik-Rennen über 7,5 km noch eine weitere Medaillenchance. "Wir schauen positiv nach vorne, obwohl es jetzt zwei Mal der depperte 4. Platz geworden ist und werden am Samstag noch einmal g’scheit Gas geben." (red, 14.3.2018)

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