Laudamotion gab 600 Slots zurück

14. März 2018, 13:22
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Lufthansa streicht mit Ende März Direktflüge von Berlin nach New York

Wien/Berlin – Laudamotion hat nach aktuellem Stand 600 der zuletzt rund 1.700 Slots ab Österreich von der insolventen Niki an den Slotpool der Flugplankoordination zurückgegeben, sagte Geschäftsführer Wolfgang Gallistl dem STANDARD. Diese Slots werden nun neuen Interessenten zugewiesen. Der Grund für die Retournierung: Laudamotion hat eine deutlich kleinere Flottengröße als Niki.

Die Flugplankoordination gehört zehn Gesellschaftern, den heimischen Flughäfen und den Airlines, sie vergibt im Auftrag des Verkehrsministeriums die Start- und Landerechte (Slots) in Österreich. Die Anzahl der Slots könne sich täglich ändern, so Gallistl, je nachdem, was beantragt wird beziehungsweise was auch verfügbar ist. Welche Destinationen Laudamotion ab Österreich bedienen wird, konnte Gallistl nicht sagen.

Weniger Langstrecke ab Berlin

Die Lufthansa (inklusive Eurowings), die zuletzt fünfmal wöchentlich (außer Freitag und Sonntag) einen täglichen Flug von Berlin Tegel nach JFK New York anbot, wird diesen mit Ende des Winterflugplans, Ende März, streichen. Wolfgang Weber von der Lufthansa sagte zum Standard, für die Lufthansa habe sich die Strecke nicht gerechnet, sie war nicht wirtschaftlich. "Wir haben keine Zubringerflüge, es war der reine Punkt-zu-Punkt-Verkehr".

Anders sei die Situation bei den US-Airlines, United und Delta, die unverändert ab Berlin Richtung New York abheben und in New York auch Zubringerflüge zu anderen Destinationen anbieten können.

Vertragsverlängerung für Spohr

Lufthansa-Chef Carsten Spohr bleibt weitere fünf Jahre bis Ende Dezember 2023 an der Spitze der Lufthansa. Die Vertragsverlängerung wurde am Mittwoch bestätigt. Spohr hatte die Konzernführung 2014 von Christoph Franz übernommen. Seither hat er unter anderem den langwierigen Tarifkonflikt mit den Piloten gelöst, die Billigtochter Eurowings auf- und ausgebaut und dem Konzern Teile der pleite gegangenen Rivalin Air Berlin einverleibt.

Vor seinem Aufstieg an die Vorstandsspitze führte der gelernte Verkehrspilot und Wirtschaftsingenieur Spohr das Passagiergeschäft der Marke Lufthansa. Davor leitete er die Frachttochter Lufthansa Cargo. Die Lufthansa wird am Donnerstag (15. März) ihre Jahresbilanz für 2017 vorlegen. Analysten rechnen mit einem Rekordgewinn. (cr, 14.3.2018)

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