Japans Regierungschef weist Vorwürfe im Grundstücksskandal zurück

    14. März 2018, 06:32
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    Abe wird Freunderlwirtschaft vorgeworfen

    Tokio – Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat nach eigenen Angaben nichts mit einem dubiosen Grundstücksgeschäft zu tun, wegen dem seine Regierung unter Druck geraten ist. Er reagierte damit am Mittwoch auf Vorwürfe der versuchten Vertuschung von mutmaßlicher Freunderlwirtschaft.

    Diese waren Anfang der Woche aufgekommen, nachdem bekannt wurde, dass aus Unterlagen rund um den Grundstücksdeal Hinweise auf den Regierungschef, seine Frau Akie Abe sowie auf Finanzminister Taro Aso getilgt worden waren. Abe und Aso sagten nun vor einem Parlamentsausschuss, sie hätten die Änderungen nicht veranlasst. Abe fügte hinzu: "Wenn Sie sich die Dokumente ansehen, selbst bevor sie verändert wurden, ist klar, dass meine Frau und ich nicht beteiligt waren."

    Veränderte Dokumente

    Im Kern geht es um hohe Nachlässe beim Verkauf von öffentlichem Grund an einen Schulbetreiber mit Verbindungen zu Akie Abe. Aso hatte am Montag gesagt, mehrere Mitarbeiter seines Hauses seien in die Streichungen aus den Unterlagen involviert. Dokumente seien so verändert worden, dass sie mit den offiziellen Erklärungen seines Ministeriums vor dem Parlament übereinstimmten. Aso entschuldigte sich dafür, lehnte einen Rücktritt aber ab. Der 77-Jährige ist Abes Stellvertreter und eine zentrale Stütze seines Kabinetts. (APA, 14.3.2018)

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