Wolfgang Ainetter soll Ministeriumssprecher in Deutschland werden

13. März 2018, 16:11
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Laut Meedia.de – Ex-"Heute"- und "News"-Chefredakteur war zuletzt Regional-Koordinator bei deutschem Boulevardblatt "Bild"

Berlin/Wien – Ex-"Heute"- und "News"-Chefredakteur Wolfgang Ainetter soll neuer Sprecher im deutschen Verkehrsministerium werden, das künftig unter der Leitung des CSU-Politikers Andreas Scheuer steht. Das berichtete das deutsche Medien-Portal Meedia.de am Dienstag. Der 46-jährige österreichische Journalist ist derzeit Koordinator der Regionalausgaben der deutschen Boulevardzeitung "Bild".

Aus einer internen Mail, die Meedia.de vorliege, gehe hervor, dass Wolfgang Ainetter die "Bild"-Zeitung am Mittwoch verlassen werde, hieß es. Er habe "Bild"-Chefredakteur Julian Reichelt kurzfristig um die sofortige Auflösung seines Vertrages gebeten. Offizielle Stellungnahmen zum Personalwechsel gab es bisher nicht. Bei "Bild" hieß es laut Meedia.de lediglich, dass es "Veränderungen" geben werde.

War Chefredakteur von "Heute" und "News"

Ainetter hatte die Bild-Regionalausgaben seit Februar 2016 koordiniert. Von 2005 bis 2011 war Ainetter schon "Bild"-Nachrichtenleiter gewesen. Bis März 2012 leitete er dann in Wien die Redaktion der Gratiszeitung "Heute", die er laut damaligen Medienberichten im Streit mit Herausgeberin Eva Dichand verließ. Danach wurde er Chefredakteur des Nachrichtenmagazins "News". Diesen Posten gab er Ende 2014 auf, als sich Verlagschef Horst Pirker eine Neuausrichtung des Blattes wünschte.

Ainetter studierte in Innsbruck Germanistik und Philosophie und begann seine journalistische Karriere in der Lehrredaktion des verstorbenen Aufdeckerjournalisten Alfred Worm. Ainetter war in Österreich im Herbst 2010 einer breiteren österreichischen Öffentlichkeit mit einem Interview mit Josef F. bekannt geworden, das in Justizkreisen für Verärgerung sorgte und ihm eine Anzeige bescherte. Laut Ainetter kam es aber zu keiner Verurteilung, er sei im darauffolgenden Verfahren "in allen Punkten freigesprochen" worden. (APA, 13.3.2018)

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