Boston verlor Heimspiel und Superstar Irving

12. März 2018, 11:33
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Raptors als große Gewinner des Spieltags – Auch Pleiten für ersatzgeschwächte Warriors und Cavaliers– Enges Rennen im Westen

New York/Boston/Minneapolis – Die Toronto Raptors sind der große Gewinner der Sonntag-Spiele der National Basketball Asscociation (NBA). Während die Kanadier mit dem Wiener Jakob Pöltl (10 Punkte, 8 Rebounds, 3 Assists) in New York bei den Knicks klar 132:106 gewannen und damit bereits bei acht Siegen en suite halten, setzte es für die Boston Celtics eine 97:99-Heimniederlage gegen die Indiana Pacers, die doppelt schmerzte.

Der Rekordmeister verlor nämlich auch noch seinen Superstar Kyrie Irving, der nach der 50:40-Pausenführung aufgrund einer neuerlichen Entzündung im linken Knie in der zweiten Hälfte komplett aussetzte. Möglicherweise fällt der 25-jährige Aufbauspieler für den Rest des Grunddurchgangs aus, um dann Mitte April zum Play-off-Start wieder voll fit zu sein. "Es hat ein bisschen geschmerzt. Ich denke, dass ich ein bisschen Zeit brauche. Eine Pause ist wohl das Beste", erklärte Irving nach dem Match.

Boston verlor durch die 21. Niederlage im 67. Saisonspiel zusätzlich Boden auf Eastern-Conference-Spitzenreiter Toronto, der bei einem Spiel weniger eine Bilanz von 49:17 aufweist. Sollte Irving tatsächlich länger pausieren müssen, dann würde das wohl eine Vorentscheidung im Kampf um die Spitzenposition im Osten bedeuten. Die Raptors könnten dann bis zum Conference-Finale auf Heimvorteil in etwaigen Entscheidungsspielen der "best of seven"-Serien bauen.

Houston nicht zu stoppen

Im Westen läuft dagegen weiter alles für Houston. Die Rockets siegten auch ohne ihren Superstar James Harden klar mit 105:82 bei den Dallas Mavericks und sicherten sich damit bereits ihren Fixplatz im Play-off. Der NBA-Topscorer mit dem markanten Bart erhielt wegen leichter Schmerzen im linken Knie eine Pause. Es soll sich aber nur um eine Vorsichtsmaßnahme handeln, wie der Club aus der osttexanischen Metropole mitteilte.

Da Titelverteidiger Golden State Warriors ohne seinen an einer Knöchelblessur laborierenden Kapitän Stephen Curry auch bei den Minnesota Timberwolves 103:109 unterlag, baute Houston seine Spitzenposition mit einer 52:14-Bilanz weiter aus. Die Warriors halten nun bei 51:16, haben somit nur eine Niederlage weniger als Toronto auf dem Konto. "Es fühlt sich komisch an, ohne ihn (Curry) spielen zu müssen", beklagte Warriors-Superstar Kevin Durant, dessen 39 Punkte zu wenig für einen Sieg in Minneapolis waren.

Weitere Ausfälle

Neben Curry fehlen den "Dubs" aber noch weitere Leistungsträger. "Ob Andre Iguodala, David West oder Jordan Bell – wir vermissen sie alle sehr", betonte Durant. "Wir befinden uns in einer schlimmen Situation", ergänzte Warriors-Cheftrainer Steve Kerr, der seine Burschen trotz der zweiten Niederlage en suite lobte. "Wir haben alles gegeben, aber am Ende ist uns der Sprit ausgegangen. In den nächsten beiden Wochen werden wir hoffentlich ein paar der verletzten Spieler zurückbekommen, dann wird es wieder besser für uns laufen", lautete die optimistische Prognose von Kerr.

Vorjahresfinalist Cleveland plagen derzeit ebenfalls arge Verletzungsversorgen. Die Cavaliers erlitten zudem mit dem 113:127 bei den Los Angeles Lakers einen noch empfindlicheren Dämpfer als der Titelrivale der vergangenen drei Jahre aus Oakland. Denn erst im Vormonat hatte ein Spielertausch zwischen den Cavs und den Lakers für Schlagzeilen gesorgt.

Hochspannung im Finish

Für die New Orleans Pelicans gab es trotz einer spektakulären "Block Party" von Anthony Davis, der mit 25 Punkten, 11 Rebounds und 10 Blocks ein extrem ungewöhnliches "Triple Double" auflegte, beim 99:116 gegen die Utah Jazz auch nichts zu gewinnen. Trotzdem hielten die "Pels" ihren vierten Platz in der Western Conference, in der zwischen Rang drei und zehn aktuell nur drei Siege Unterschied sind. Das Finish im Grunddurchgang verspricht also Hochspannung im Kampf um die Play-offs, die nur die besten achten Teams jeder Conference erreichen. (APA, 12.3.2018)

NBA vom Sonntag:

New York Knicks – Toronto Raptors (Jakob Pöltl mit zehn Punkten, acht Rebounds und drei Assists in 20:36 Minuten) 106:132
Minnesota Timberwolves – Golden State Warriors 109:103
Atlanta Hawks – Chicago Bulls 122:129
New Orleans Pelicans – Utah Jazz 99:116
Denver Nuggets – Sacramento Kings 130:104
Dallas Mavericks – Houston Rockets 82:105
Boston Celtics – Indiana Pacers 97:99
Brooklyn Nets – Philadelphia 76ers 97:120
Los Angeles Lakers – Cleveland Cavaliers 127:113

  • Die Boston Celtics verloren nicht nur das Spiel, sondern auch Kyrie Irving.
    foto: ap photo/michael dwyer

    Die Boston Celtics verloren nicht nur das Spiel, sondern auch Kyrie Irving.

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