Salzburg zeigte bei 2:2 in Mattersburg "richtig starke Mentalität"

12. März 2018, 11:16
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"Volleyballer" und eine frühe rote Karte verhinderten den sechsten Ligasieg der Bullen in Folge

Mattersburg – Den sechsten Ligasieg in Folge verpasst, aber trotzdem viel Positives mitgenommen: Red Bull Salzburg konnte mit dem 2:2 in Mattersburg am Sonntag zum Abschluss der 26. Bundesliga-Runde gut leben. Coach Marco Rose sah von seiner an acht Positionen veränderten Mannschaft viele Dinge, die er auch am Donnerstag im Europa-League-Rückspiel gegen Borussia Dortmund sehen möchte.

Da verteidigen die Bullen einen 2:1-Vorsprung nach dem sensationellen Achtelfinal-Auftakt in Dortmund. "Wenn man in so einem Spiel wie heute ein Ergebnis holt, dann kann das auch tragen. Wichtig ist, dass wir die richtigen Dinge mitnehmen. Zum einen, dass wir wieder die richtige Einstellung gefunden haben, und zum anderen, dass die Dinge nicht von alleine gehen, dass wir uns in der Liga jeden Sieg hart erarbeiten müssen", sagte Rose.

"Als Mannschaft sehr schwer zu schlagen"

Valon Berisha, Doppeltorschütze vom Donnerstag, war einer von drei Akteuren, die der Rose nicht aus der Mannschaft rotiert hatte. Der Teamspieler des Kosovo blickte nach dem Auftritt im Pappelstadion optimistisch in Richtung Retourduell mit dem BVB.

"Diesen Kampf, diese Laufleistung, füreinander da zu sein, das war stark, das nehmen wir mit gegen Dortmund, dass wir als Mannschaft sehr schwer zu schlagen sind", sagte der Offensivspieler. Rechtsverteidiger Andreas Ulmer sah es ähnlich: "Wir können mitnehmen, dass wir gut gearbeitet und eine richtig starke Mentalität gezeigt haben. Die werden wir am Donnerstag auch brauchen."

Als richtige Europacup-Generalprobe konnte man das Duell mit den Burgenländern aufgrund des stark veränderten Personals nicht werten. Dass es trotzdem zu einem Punktgewinn beim bisher besten Rückrundenteam reichte, war ein starkes Zeichen. Vor allem aufgrund des Spielverlaufs mit der frühen roten Karte des Ex-Mattersburgers Patrick Farkas in der zwölften Minute. "Die Mannschaft hat nach dem Ausschluss 75 Minuten lang ausgezeichnet gearbeitet", kamen von Rose lobende Worte. In Sachen Einstellung und Bereitschaft sei die Leistung, die zur 20. Ligapartie ohne Niederlage in Folge führte, vorbildlich gewesen.

Volleyball statt Fußball

Nur der grobe Patzer von Farkas in der Anfangsphase sowie zwei Handspiele von Duje Caleta-Car und Diadie Samassekou im Strafraum, die zum Elfmeter-Doppelpack von Smail Prevljak (55., 82.) führten, trübten die Salzburger Vorstellung. "Es ist fast alles gegen uns gelaufen, was gegen uns laufen kann. Wir kriegen eine frühe rote Karte, müssen dann alle unsere Wechsel defensiv machen, können offensiv gar nicht mehr reagieren und spielen dann noch zweimal Volleyball", analysierte Rose.

Seine "Volleyballer" nahm er in Schutz. "Ich denke, dass es Reflexe sind, es gibt keinen Vorwurf, so etwas passiert", sagte der 41-Jährige.

Prevljaks Zukunft bleibt offen

Im Mattersburger Dress war einmal mehr Prevljak herausragend. Rose konnte sich hautnah davon überzeugen, dass der bis Saisonende an den SVM verliehene 22-jährige Bosnier im Sommer eine Verstärkung für die Salzburger sein könnte.

Rose ("Ich hoffe, dass er anderen Mannschaften auch noch so wehtut wie uns heute") und Sportchef Christoph Freund lobten Prevljak, wollten sich zur Zukunft des Angreifers aber nicht näher äußern. Prevljak ist mit neun Toren die herausragende Figur im Frühjahr, seit Sonntag ist er mit insgesamt zwölf Toren Saisontoren zweitbester Schütze der Liga hinter Salzburgs Munas Dabbur.

Mattersburg träumt vom Europacup

Dank Prevljak dürfen die mittlerweile neun Partien unbesiegten Burgenländer sogar vom Europacup träumen. Nur fünf Zähler fehlen auf den Dritten Rapid und den Vierten Admira. An der Tabellenspitze büßte Salzburg etwas ein, hat aber zehn Runden vor Schluss noch beruhigende acht Punkte Vorsprung auf Sturm Graz.

"Wir werden das Spiel hier für die nächsten Wochen nutzen, um aufmerksam zu bleiben und zu sehen, dass die Dreier nicht von alleine regnen. Wir müssen draufbleiben und in jedem Spiel da sein", erläuterte Rose. Nach Dortmund wartet am Sonntag (14.30 Uhr) das Heimspiel gegen die unter Neo-Coach Thomas Letsch nach zwei Spielen noch makellose Wiener Austria. (APA, 12.3.2018)

  • "Wenn man in so einem Spiel wie heute ein Ergebnis holt, dann kann das auch tragen. Wichtig ist, dass wir die richtigen Dinge mitnehmen. Zum einen, dass wir wieder die richtige Einstellung gefunden haben, und zum anderen, dass die Dinge nicht von alleine gehen, dass wir uns in der Liga jeden Sieg hart erarbeiten müssen", erklärte RBS-Trainer Marco Rose nach dem 2:2 in Mattersburg.
    foto: apa/herbert p. oczeret

    "Wenn man in so einem Spiel wie heute ein Ergebnis holt, dann kann das auch tragen. Wichtig ist, dass wir die richtigen Dinge mitnehmen. Zum einen, dass wir wieder die richtige Einstellung gefunden haben, und zum anderen, dass die Dinge nicht von alleine gehen, dass wir uns in der Liga jeden Sieg hart erarbeiten müssen", erklärte RBS-Trainer Marco Rose nach dem 2:2 in Mattersburg.

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