Bauernbund gewinnt Wiener Landwirtschaftskammer-Wahl

    Video11. März 2018, 18:56
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    Die ÖVP-Vertreter haben jetzt 17 Mandate in der Wiener Kammer, die SPÖ-Bauern verlieren eines und kommen auf drei. Die grünen Bauern scheiterten am Einzug

    Wien – Nach fünf Jahren war es in Wien wieder Zeit für die Wahl der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer. Gewonnen hat der Wiener Bauernbund (ÖVP) mit 79,69 Prozent der Stimmen. Der Österreichische Arbeitsbauernbund-Wien (SPÖ) erhielt 16,90 Prozent, die Unabhängigen und Grünen Bäuerinnen und Bauern (Grüne) kamen auf 3,41 Prozent.

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    Am Sonntag wurden die Vertreter der Landwirtschaftskammer gewählt ("Wien heute"-Beitrag).

    Damit erzielten die schwarzen Bauern ein Plus von 3,17 Prozent, die roten Bauern ein Minus von 6,58 Prozent. Die Liste der "Unabhängige und Grüne Bäuerinnen und Bauern", die erstmals auf dem Wahlzettel stand, erzielte zwar einen Achtungserfolg, wird aber, mit diesem Ergebnis nicht in der Vollversammlung der LK Wien vertreten sein. Die Wahlbeteiligung betrug 53,81 Prozent (minus 4,42 Prozent), teilte die LK Wien am Sonntag in einer Aussendung mit.

    Ein Mandat wandert von Rot zu Schwarz

    Die Mandatsverteilung in der Kammer-Vollversammlung für die Funktionsperiode 2018 bis 2023 hat sich verändert und schaut so aus: 17 (+1) Mandate Wiener Bauerbund und 3 Mandate (-1) SPÖ Bauern.

    Wahlberechtigt waren am heutigen Sonntag 1.206 urbane Bauern. Die Vollversammlung der LK Wien besteht aus 23 Mitgliedern. Von diesen werden 20 Mitglieder von den zur LK für Wien Wahlberechtigten auf die Dauer von fünf Jahren gewählt. Gemäß dem Wiener Landwirtschaftskammer-Gesetz entsendet die Stadtregierung zudem drei kooptierte Kammerräte, analog den Kräfteverhältnissen in der Stadtregierung in die Vollversammlung der LK Wien.

    Die Vollversammlung ist das beschließende Hauptorgan der Landwirtschaftskammer und findet zwei Mal im Jahr statt.

    Gartenbau größter Sektor

    In der Bundeshauptstadt werden insgesamt 5.733 Hektar von Gärtnern, Winzern und Ackerbauern bewirtschaftet. Der Gutteil der Fläche entfällt mit 2.660 ha auf die Donaustadt (22. Bezirk). Der Gartenbau ist der größte Sektor der Wiener Landwirtschaft, gefolgt vom Weinbau und Ackerbau. 3.692 Personen sind in der Bundeshauptstadt landwirtschaftlich tätig. Sie erzeugen jährlich unter anderem 69.809 Tonnen Gemüse. Der Wiener Selbstversorgungsgrad mit Gemüse liegt bei 30,7 Prozent. Die Winzer produzierten im Vorjahr 2,63 Mio. Liter Wiener Wein.

    Bei den vorigen Wahlen im Jahr 2013 hatte der Bauernbund 76,52 Prozent (2008: 77,86 Prozent) der Stimmen erhalten. Somit mussten die schwarzen Bauern einen geringen Verlust hinnehmen. Die SPÖ-Bauern waren 2013 – noch als einzige Herausforderer des ÖVP-Bauernbundes – auf 23,48 Prozent (2008: 19,15 Prozent) gekommen. (APA, 11.3.2018)

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