Englands Pariser Schlappe beschert Irland den Six-Nations-Titel

    10. März 2018, 22:38
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    Irlands Sieg gegen Schottland vereinigt sich mit Englands Niederlage gegen Frankreich zur Entscheidung

    Paris – Frankreich hat Irland mit seinem 22:16-Sieg gegen England am Samstag in Paris in der vierten von fünf Runden den Sieg bei den Six Nations beschert. Die triumphalen Iren leisteten mit einem 28:8 gegen Schottland zuvor allerdings selbst die nötige Vorarbeit.

    Irlands Kräftemessen mit Schottland fiel zu Beginn flott, hastig, gar überhastet aus, so war es auch ein Fehler von Peter Horne, den Irlands Jacob Stockdale zum ersten Try des Spiels verarbeitete. Schottland war da durch einen Penalty von Greig Laidlaw bereits in Führung gelegen.

    Während Schottland gute Chancen auf Zählbares vergeudete, war Irland gewohnt rigoros und sorgte mit Ende der ersten Halbzeit durch Stockdale für das 14:3, nachdem die Schotten zunächst mit 3:0 in Führung gegangen waren. Das setzte den Trend für die zweiten 40 Minuten: Trys von Conor Murray und Sean Cronin besiegelten nicht nur den Sieg der grünen Insulaner, der Bonuspunkt wurde mit vier Versuchen gleich mitgebucht, womit der Vorsprung auf England auf neun Zähler anwuchs.

    England scheitert

    England hätte dementsprechend ebenfalls einen Sieg mitsamt Bonuspunkt gebraucht, um sich einen Showdown mit den Iren in der letzten Runde in Twickenham zu sichern – dass es das an diesem Pariser Abend nicht spielen würde, zeichnete sich früh ab. Frankreich verteidigte von Beginn an mit der nötigen Leidenschaft, beide Teams schrieben in Halbzeit eins allein durch je drei Penaltys an.

    Ein hohes Tackling von Anthony Watson bescherte dem schuldigen Engländer zehn Minuten erzwungenen Nachdenkens auf der Strafbank und "Les Bleus" einen Straf-Try. Die Führung der in den letzten Monaten (und Jahren) schwer gebeutelten Franzosen wuchs durch einen Penalty auf 19:9 an, ein Try von Jonny May mitsamt Owen Farrells Conversion aus bösem Winkel ließ die mitgereisten Anhänger aber wieder hoffen.

    Allerdings vergeblich: Lionel Beauxis verwertete einen Penalty zum 22:16, England konnte auch zwei Lineouts fünf Meter von der glückbringenden Linie entfernt nicht in einen vermutlich siegbringenden Try ummünzen. So setzte es für England die zweite Niederlage in Folge, die Franzosen durften ihren größten Erfolg seit längerer Zeit bejubeln. (red, 10.3.2018)

    • England trauert, Frankreich jubelt: Es war für die Blauen der erst dritte Sieg in den letzten zwölf Spielen gegen den englischen Gegner.
      foto: reuters/regis duvignau

      England trauert, Frankreich jubelt: Es war für die Blauen der erst dritte Sieg in den letzten zwölf Spielen gegen den englischen Gegner.

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