Kriselnder WAC auch gegen LASK hilflos

10. März 2018, 20:27
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Luft für Trainer Pfeifenberger wird nach Heimniederlage dünner

Wolfsberg – Trainer Heimo Pfeifenberger dürfte bei Fußball-Bundesligist WAC unmittelbar vor dem Rauswurf stehen. Seine Mannschaft kassierte am Samstag durch einen Doppelpack von Thomas Goiginger (24., 36.) und ein umstrittenes, vorerst Samuel Tetteh zugeschriebenes Tor (67.) ein Heim-0:3 gegen den LASK und ließ dabei die von Clubchef Dietmar Riegler geforderte spielerische Steigerung weitgehend vermissen.

Eine Entscheidung über die Zukunft von Pfeifenberger ist noch nicht gefallen, die Bilanz von nur einem Sieg aus den jüngsten 19 Runden spricht aber nicht gerade für einen Verbleib des Ex-Teamspielers. Dabei war den Wolfsbergern das Bemühen nicht abzusprechen – von Beginn an suchten die Gastgeber den Weg Richtung LASK-Tor, gegen die souveräne Linzer Defensive gab es aber praktisch kein Durchkommen.

LASK eiskalt

Die Oberösterreicher präsentierten sich nicht nur im Abwehrverhalten stabil, sondern auch in der Offensive eiskalt: Nach einem Fehler von Dominik Frieser legte Tetteh in der 24. Minute für Goiginger auf und der bald 25-Jährige brachte die Gäste mit ihrem ersten Torschuss in Führung. Zwölf Minuten später schlug Goiginger erneut zu – diesmal war der Offensivspieler wieder nach Tetteh-Vorlage aus kurzer Distanz erfolgreich.

Danach mühte sich der WAC vergeblich, der Partie doch noch eine Wende zu geben. Der LASK hatte das Geschehen im Griff und ließ während des gesamten Spiels nur eine halbwegs ernst zu nehmende Chance der Kärntner zu, als Goalie Pavao Pervan in der 60. Minute einen Weitschuss von Daniel Offenbacher parierte.

Tetteh mit der Entscheidung

In der 67. Minute sorgte der Aufsteiger dann endgültig für klare Verhältnisse. Zunächst wurde ein Schuss von Joao Victor abgeblockt, wenige Sekunden später kam es im Strafraum zu einem Kopfballduell zwischen Goiginger und Nemanja Rnic. Tetteh übernahm den abspringenden Ball direkt und traf dabei den im Abseits stehenden Goiginger – erst dadurch fand das Spielgerät den Ball ins Tor.

Der LASK hätte aber wohl auch ohne diesen umstrittenen Treffer einen ungefährdeten Sieg eingefahren, zu harmlos agierte der WAC während der gesamten Spielzeit. Immerhin liegen die Lavanttaler zehn Runden vor Schluss weiterhin komfortable zehn Punkte vor St. Pölten. Die Linzer fuhren nach zuletzt zwei Niederlagen en suite wieder einen Erfolg ein und liegen als Tabellenfünfter nur noch jeweils einen Zähler hinter dem Vierten Admira und dem Dritten Rapid. (APA, 10.3.2018)

WAC – LASK 0:3 (0:2)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.000, SR Lechner.

Tore:
0:1 (24.) Goiginger
0:2 (36.) Goiginger
0:3 (67.) Tetteh

WAC: Kofler – Sollbauer, Rnic, Igor – Frieser (73. Wernitznig), Rabitsch, Offenbacher, Palla (63. Flecker) – Orgill, Ashimeru (85. Monsberger), Gschweidl

LASK: Pervan – Ramsebner, Trauner, Pogatetz – Ranftl, Holland, Michorl, Wiesinger – Goiginger (82. Reiter), Tetteh (68. Gartler), Joao Victor (73. Rep)

Gelbe Karten: Rabitsch, Rnic bzw. Keine

Stimmen:

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Wir waren von Anfang an voll da. Wir haben gewusst, dass wir nicht zu vielen Chancen kommen werden. Die ersten zwei Gegentore sind aus dem Nichts entstanden und haben uns das Genick gebrochen. Ich habe nach wie vor Vertrauen zur Mannschaft und gehe davon aus, dass ich nächste Woche gegen Rapid auf der Bank sitzen werde."

Oliver Glasner (LASK-Trainer): "Wir haben den WAC zu langen Bällen gezwungen und versucht, flach in die Tiefe zu spielen. So sind uns auch die ersten zwei Tore gelungen. Mit den beiden Toren im Rücken war das Spiel natürlich einfacher."

Dietmar Riegler (WAC-Präsident/via Sky): "Vom Ergebnis bin ich enttäuscht, spielerisch war die Partie bis zum 0:1 nicht so schlecht von uns. Man hat gesehen, dass die Burschen Willen und Einsatz haben. Zwei Eigenfehler haben uns wieder auf die Verliererstraße gebracht." Zur Trainerfrage: "Es ist alles noch zu früh. Dass die Situation immer schwieriger wird, ist klar. Ich muss mir alles in den nächsten Tagen durch den Kopf gehen lassen. Es wird intensive Gespräche geben, dann wird man sehen, was rauskommt. Man muss den anderen Mannschaften Danke sagen, dass sie sich gegen St. Pölten voll reinhauen."

  • Thomas Goiginger gelang ein Doppelpack.
    foto: apa/gert eggenberger

    Thomas Goiginger gelang ein Doppelpack.

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