Sturm entscheidet Spektakel gegen Admira für sich

10. März 2018, 20:25
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Zwei Edomwonyi-Tore und ein verschossener Elfer bei offenem Schlagabtausch

Maria Enzersdorf – Sturm Graz hat am Samstagabend mit einem 4:2-(2:2)-Sieg die Heimserie der Admira beendet. Matchwinner für die Gäste war Bright Edomwonyi, der in der Winterpause zu den Steirern zurückgekehrt war. Der 23-jährige Nigerianer erzielte zwei Treffer (17., 54.), Marvin Potzmann (45.) und Deni Alar (95.) die weiteren für die Grazer, die zweimal in Rückstand geraten waren.

Sasa Kalajdzic (11.) und Patrick Schmidt (27.) hatten die Admira in Führung gebracht. Trotzdem mussten die Niederösterreicher am Ende die erste Heimniederlage seit dem 1:3 am 27. August 2017 gegen die Wiener Austria zur Kenntnis nehmen. Vor dem Duell der zweitbesten Heimmannschaft mit dem zweitbesten Auswärtsteam hatte die Admira in der BSFZ-Arena sogar fünf Siege in Serie gefeiert. Zuletzt wurden im Februar sowohl Rapid als auch die Austria mit 1:2-Niederlagen nach Hause geschickt.

Erste Baumeister-Heimniederlage

Für Trainer Ernst Baumeister, der die Admira seit September wieder betreut, war es nach zuvor sieben Siegen und zwei Remis überhaupt die erste Heimniederlage in dieser Saison, die den Rückfall auf Platz vier hinter die punktegleichen Rapidler bedeutete. Nur noch einen Zähler dahinter lauert der LASK auf Platz fünf. Sturm liegt nun elf Punkte vor den Hütteldorfern und Südstädtern, auf Tabellenführer und Titelverteidiger Salzburg, der erst am Sonntag (16.30) in Mattersburg gastiert, fehlen vorerst sieben Zähler.

Die stark ersatzgeschwächte Admira, die u.a. ohne den gesperrten Kapitän Thomas Ebner sowie den erkrankten Stephan Zwierschitz auskommen musste, verwertete gleich ihre erste Chance: Nach Flanke von Marco Hausjell war Zwei-Meter-Riese Kalajdzic mit dem Kopf zur Stelle (11.). Damit kassierte Sturm zum bereits zehnten Mal in dieser Saison einen Treffer in der Anfangsviertelstunde. Doch diese Führung währte nur kurz, denn nach einem Lochpass von Thorsten Röcher traf Edomwonyi zum Ausgleich.

Tore, Tore, Tore

In dieser unterhaltsamen Tonart ging es weiter. Nach einer unglücklichen Passverlängerung von Jeggo per Kopf setzte Schmidt seine Serie fort und traf im dritten Spiel en suite. Wenig später hätte er den Doppelpack schnüren müssen, schoss aber nach einem Corner von Lukas Grozurek aus kurzer Distanz genau in die Arme von Tormann Jörg Siebenhandl (30.).

Danach war wieder Sturm am Drücker. Die Grazer ließen allerdings zunächst einen Foulelfer – Stefan Hierländer war im Strafraum von Jonathan Scherzer gelegt worden (37.) – aus, da Peter Zulj an Andreas Leitner scheiterte (38.). Dank Potzmann, der aus knapp 20 Metern abzog, schafften die Steirer noch knapp vor dem Wechsel den verdienten Ausgleich. Edomwonyi sorgte dann acht Minuten nach der Pause und nach Vorarbeit von Röcher mit einem tollen Tor für die erstmalige Sturm-Führung.

Sturm verteidigt stark

Diese spielte die Elf von Trainer Heiko Vogel problemlos nach Hause, da die Admira in der Folge keine einzige Ausgleichschance vorfand. Sturm hatte noch mehrere hochkarätige Möglichkeiten. So fiel etwa ein Zulj-Abschluss nach einem Konter zu schwach aus (59.).

Außerdem zischte noch ein Kopfball von Emeka Eze, der unmittelbar zuvor für Edomwonyi eingewechselt worden war, knapp am Tor vorbei (82.). Nach einem bösen, aber nicht geahndeten Foul von Fabio Strauss musste Eze wenig später ausgetauscht werden. Den letzten Konter schloss Alar unmittelbar vor dem Abpfiff zum Endstand ab. (APA, 10.3.2018)

FC Admira – SK Sturm Graz 2:4 (2:2)
Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 2.950, SR Muckenhammer.

Tore:
1:0 (11.) Kalajdzic
1:1 (17.) Edomwonyi
2:1 (27.) Schmidt
2:2 (45.) Potzmann
2:3 (54.) Edomwonyi
2:4 (95.) Alar

Admira: Leitner – Posch (85. Malicsek), Petlach, Strauss, Scherzer – Lackner, Merkel – Hausjell (68. Holzmann), Kalajdzic (43. Maier), Grozurek – Schmidt

Sturm: Siebenhandl – Koch, Spendlhofer, Maresic, Potzmann – Jeggo – Hierländer, Jantscher (64. Alar), Zulj – Röcher – Edomwonyi (81. Eze/88. Lovric)

Anmerkung: Leitner parierte einen Foulelfer von Zulj (38.).

Gelbe Karten: keine

Stimmen:

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Es war ein verdienter Sieg von Sturm Graz. Ich war aber mit meiner Mannschaft nicht unzufrieden, was die kämpferische Leistung und Einsatzbereitschaft betrifft. In den ersten 30 Minuten haben wir mitgehalten. Es war sicher eine nicht unbedeutende Schwächung, dass wir Sasa Kalajdzic durch Verletzung verloren haben. Er hat einen Mittelfußknochenbruch erlitten, muss jetzt fünf Wochen einen Gips tragen und fällt damit für den Rest der Saison aus. Langsam gehen mir die Spieler aus. Und die, die spielen, müssten schon hin und wieder eine Pause haben. Das geht aber nicht, ich brauche die Jungen, weil ich so viele Ausfälle habe."

Heiko Vogel (Sturm-Trainer): "Es ist schon beruhigend, wie es derzeit wieder läuft. Wir haben schon gegen Rapid und Salzburg gute Leistungen geboten, aber nur einen Punkt geholt. Aber nun in zwei schweren Auswärtsspielen, beim LASK und der Admira, sechs. Heute war es ein sehr intensives Spiel, in dem wir zweimal nach Rückstand zurückgekommen sind. Großes Kompliment an meine Mannschaft und die Fans, die uns auch in der schlechteren Zeit unterstützt haben. Nach der Pause haben wir das Match routiniert zu Ende gespielt und sehr wenig zugelassen."

  • Rückkehrer Bright Edomwonyi traf gleich zwei Mal.
    foto: apa/expa/thomas haumer

    Rückkehrer Bright Edomwonyi traf gleich zwei Mal.

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