Facebook schließt Lizenzvertrag mit Warner Music

    10. März 2018, 09:46
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    Unternehmen weitet Partnerschaften mit Musikbranche aus – auf Facebook und Instagram können nunmehr Inhalte mit Musik des Labels genutzt werden

    Facebook weitet seine Partnerschaften mit der Musikbranche aus. Der Internetkonzern schloss nun einen Lizenzvertrag mit Warner Music, wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten. Die Facebook-Nutzer können damit künftig auf legale Weise Musik und Videos aus dem Warner-Katalog auf ihre Facebook-Seite hochladen.

    Konkurrenz mit Youtube

    Ähnliche Verträge hatte Facebook in den vergangenen Monaten bereits mit den Warner-Konkurrenten Universal Music and Sony Music geschlossen. Durch die Partnerschaften will Facebook stärker als bisher in direkte Konkurrenz zu YouTube treten, der bisher populärsten Onlineplattform für Musikvideos. YouTube hat seinerseits Lizenzverträge mit den größten Musiklabels abgeschlossen.

    Zudem will Facebook mittels der Musik-Partnerschaften seinen Rückstand gegenüber anderen Internetgiganten wie Apple oder Google beim sogenannten Musikstreaming aufholen.

    Keine Konditionen öffentlich

    Zum Deal mit Facebook erklärte Warner-Digitalchef Ole Obermann, dadurch würden "das Universum des Musikstreamings erweitert und zusätzliche Einnahmen für Künstler geschaffen". Zu den finanziellen Konditionen des Vertrages äußerten sich die beiden Unternehmen allerdings nicht.

    Auch auf Instagram

    Die weltweit mehr als zwei Milliarden Nutzer des Facebook-Netzwerks dürfen künftig auf den Katalog von Warner zugreifen, das Superstars wie Ed Sheeran oder Coldplay unter Vertrag hat. Sie dürfen Videos und Songs aus dem Katalog auf ihre Facebook-Seite hochladen oder Warner-Produkte für selbstproduzierte Videos oder andere Inhalte verwenden. Der Lizenzvertrag gilt auch für den zum Facebook-Konzern gehörenden Bilderdienst Instagram.

    Schon jetzt gibt es viel Musik auf Facebook. In manchen Fällen wird sie aber von dem Unternehmen entfernt, wenn es einen Verstoß gegen die Urheberrechte sieht. (APA, 10.3.2018)

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      foto: apa/afp/loic venance
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