Broadcom geht bei geplanter Qualcomm-Übernahme auf US-Kongress zu

    9. März 2018, 15:17
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    Keine Geschäftsbereiche von nationaler Bedeutung sollen ins Ausland verkauft werden

    Der Chiphersteller Broadcom geht auf den US-Kongress zu, um sich dessen Zustimmung für die geplante 117 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Konkurrenten Qualcomm zu sichern. Broadcom werde keine für die nationale Sicherheit wichtigen Geschäftsbereiche an ausländische Unternehmen verkaufen, versicherte Broadcom am Freitag in einem Schreiben an den Kongress.

    Abgeordnete der Republikaner hatten sich hinter die Entscheidung des zuständigen US-Sicherheitsgremiums CFIUS gestellt, das mehr Zeit für eine Überprüfung des Übernahmegebots verlangt hatte. Qualcomms Arbeit sei zu wichtig für die nationale Sicherheit, als dass sie in die Hände eines ausländischen Unternehmens fallen dürfe, hatte Senator Tom Cotton gesagt. Broadcom hat seinen Sitz in Singapur.

    Konsolidierungswelle

    Die Chipbranche wird gerade von einer Konsolidierungswelle überrollt. Forschung und Entwicklung – auch angesichts neuer Halbleiter für die 5G-Mobilfunktechnologie – werden für die Anbieter immer teuer. In diesem Bereich gilt Qualcomm als einer der größten Konkurrenten von Huawei aus China. Insider befürchten, dass Broadcom nach der Übernahme Teile von Qualcomm an Huawei verkaufen könnten. (Reuters, 09.03.2018)

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