Erstmals "Todeswelle" im menschlichen Gehirn beobachtet

    Ansichtssache11. März 2018, 19:51
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    Außerdem: Künstliche Intelligenz lernt Gedankenlesen, ein Kugelblitz aus dem Labor und drei ungeöffnete Kisten vom Mond

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    illustr.: sarah stewart

    Bevor der Mond entstand, wurde die Erde komplett zerstört

    Seine erdähnliche Zusammensetzung, vor allem aber seine ungewöhnliche Größe im Verhältnis zu unserem Heimatplaneten (die im Sonnensystem seinesgleichen sucht) machten den Mond für Astronomen zu einem Mysterium. Dass unser Trabant das Ergebnis einer kosmischen Katastrophe sein könnte, wurde erstmals 1946 von dem Kanadier Reginald Aldworth Daly angedacht. Doch erst in den 1980er Jahren hat die These in der Fachwelt Akzeptanz gefunden, dass die junge Erde von einem anderen Himmelskörper gestreift wurde und dabei genug Material freisetzte, um den Mond zu bilden.

    Nun haben Wissenschafter um Simon Lock von der Harvard University eine modifizierte Variante dieser Theorie im Fachjournal "Journal of Geophysical Research" präsentiert, die von einem noch viel dramatischeren Zusammenstoß ausgeht: Die Forscher spekulieren, dass Theia, der etwa marsgroße Impaktor, die Erde vor 4,5 Milliarden Jahren nicht nur gestreift, sondern frontal getroffen hat. Dabei sei die Erde vollständig zerstört worden. Aus der resultierenden, ringförmigen und glühend heißen Materiewolke, eine sogenannte Synestia, könnten am äußeren Rand zunächst der Mond und schließlich im Zentrum auch die Erde hervorgegangen sein. Das neue Modell würde nach Ansicht von Lock und seinen Kollegen im Unterschied zum bisher gängigen Szenario erklären, warum sich Mond und Erde in ihrer Zusammensetzung so verblüffend ähnlich sind.

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