"Leiser Tod" von Garry Disher: Klee im Schließfach

    12. März 2018, 10:23
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    Der Australier Garry Disher erzählt zwei fatal zusammenhängende Geschichten, die sich bis ins russische Migrantenmilieu Sydneys verzweigen

    Die schicke junge Frau kommt gerade vom Tennisspielen. Unauffällig in diesem Reichenviertel von Sydney. Aber sie späht professionell leerstehende Villen aus. Erbeutet ein Bild von Klee. Bringt es in ihr Schließfach, wo schon allerlei Preziosen lagern. Zur selben Zeit erreicht ein Anruf über einen Leichenfund Kommissar Challis. Die Leiche ist weg, stattdessen stolpert eine panische nackte junge Frau auf die Einsatzkräfte zu und behauptet, von einem Polizisten vergewaltigt worden zu sein.

    Als Challis bei Fragen von Journalisten der Kragen platzt und er sich über fehlende Polizisten und miese Ausrüstung beklagt, hat er nicht nur zwei Fälle zu lösen, sondern auch die Vorgesetzten gegen sich aufgebracht. Der Australier Garry Disher erzählt zwei fatal zusammenhängende Geschichten, die reich an spannungsgeladenen Höhepunkten sind und sich bis ins russische Migrantenmilieu von Sydney verzweigen. Wer es rauer mag, muss sich allerdings an seine Landsfrau Candice Fox halten, die exzentrischer wie auch brutaler unterwegs ist. (Ingeborg Sperl, Album, 12.3.2018)

    Garry Disher, "Leiser Tod". Dt.: Peter Torberg. € 22,70 / 347 Seiten. Unionsverlag, Zürich 2018

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