Justiz weitet Ermittlungen zu Wienwert-Pleite aus

9. März 2018, 10:18
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Es seien weitere Anzeigen wegen Gläubigerschädigung durch illegale Geldabflüsse und den Erwerb der Markenrechte von den Unternehmensgründern eingegangen

Wien – Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat ihre Ermittlungen im Zusammenhang mit der Pleite des Immobilienunternehmens Wienwert ausgeweitet. "Es sind inzwischen weitere Anzeigen eingelangt, die bereits in das Verfahren einbezogen wurden", sagte die Behördensprecherin Elisabeth Täubl der "Presse" vom Freitag. Die WKStA ermittelt wegen des Verdachts auf Untreue und Bilanzfälschung gegen die Manager der insolventen WW Holding und deren Tochter Wienwert.

Nun gibt es eine Anzeige, wonach die WW Holding über den Erwerb der Markenrechte von den Unternehmensgründern "entreichert" worden sein soll, berichtet die "Presse". Eine zweite anonyme Anzeige ziele auf Gläubigerschädigung durch illegale Geldabflüsse auch im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Immobilie am Wiener Getreidemarkt.

Die WKStA habe außerdem ein Gutachten beim Sachverständigen Matthias Kopetzky in Auftrag gegeben, um die Geldflüsse des Unternehmens zu überprüfen. Parallel dazu lasse Masseverwalter Norbert Abel Expertisen zu den Immobiliengeschäften und Bilanzen anfertigen. Am Montag wolle Abel dem Gläubigerausschuss die Angebote für die WW-Tochter Wienwert präsentieren. (APA, 9.3.2018)

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