Disney-Aktionäre gegen Gehaltssprung von Konzernchef Iger

9. März 2018, 08:35
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Der Anstieg auf mehr als 50 Millionen Dollar jährlich wird in einem unverbindlichen Votum abgelehnt

Los Angeles – Die Aktionäre von Walt Disney haben dem langjährigen Konzernchef Bob Iger einen Denkzettel verpasst. In einem unverbindlichen Votum stimmten die Anteilseigner am Donnerstag überraschend gegen den fürs laufende Jahr vorgesehenen Gehaltssprung auf mehr als 50 Millionen Dollar (rund 40 Millionen Euro) jährlich. So etwas passiert selten.

Nach Daten des einflussreichen Aktionärsberaters ISS war dies im vergangenen Jahr lediglich bei 1,2 Prozent der im S&P 500 gelisteten Unternehmen der Fall.

Ein neuer Vergütungsplan sieht vor, dass Iger von 2018 bis 2021 bis zu 48,5 Millionen Dollar pro Jahr sowie rund 100 Millionen Dollar an Eigenkapital über den gesamten Zeitraum verteilt erhält. ISS bezeichnete dies als "exzessiv". Im vergangenen Jahr landeten 36,3 Millionen Dollar auf dem Konto von Iger, der den US-Unterhaltungskonzern seit 2005 leitet. Die höhere Vergütung ist unter anderem daran gebunden, dass Disney die mehr als 50 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Teilen des Medienkonzerns Twenty-First Century Fox stemmt. (APA/Reuters, 9.3.2018 )

  • Es kommt selten vor, dass Aktionäre sich gegen einen derartigen Gehaltssprung aussprechen.
    foto: reuters/mario anzuoni

    Es kommt selten vor, dass Aktionäre sich gegen einen derartigen Gehaltssprung aussprechen.

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