Steirische Metallbaufirma Brandstätter vor Konkursantrag

8. März 2018, 17:56
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Überschuldung von 2,6 Millionen Euro – 61 Dienstnehmer betroffen

Frohnleiten – Die steirische Metallbaufirma Brandstätter aus Frohnleiten will am Freitag beim Zivillandesgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens einbringen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in einer Aussendung mit. Die Überschuldung beträgt laut eigenen Angaben rund 2,6 Millionen Euro. 61 Dienstnehmer wurden bereits bei einer Betriebsversammlung darüber informiert.

Die Ludwig Brandstätter Betriebsgesellschaft wurde 1902 gegründet und wird derzeit in vierter Generation als Familienunternehmen geführt. Sie belieferte Firmen mit Metallen für den Portal-, Stahl- und Fassadenbau, wobei die hierfür erforderliche Planung, Fertigung und Montage im Wesentlichen ohne Fremdleistungen mit den eigenen Dienstnehmern durchgeführt wurde.

2015 noch Gewinne

Während im Jahresabschluss 2015 noch ein Gewinnvortrag aus den Vorjahren von rund 3,7 Millionen Euro ausgewiesen ist, wurden in den Jahren danach Verluste eingefahren, schilderte das Unternehmen. Verschiedenste Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen hatten nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Ausschlaggebend für die Verluste seien die niedrigen Anbotspreise der Mitbewerber, die weitestgehend im Ausland produzieren und fertigen lassen würden. Die Brandstätter GmbH habe dagegen ausschließlich mit heimischem Personal gearbeitet.

Laut Rechtsanwalt Norbert Scherbaum sei davon auszugehen, dass das Unternehmen aufgrund der Auftragslage ab Juni 2018 nicht mehr ohne Verluste fortgeführt werden kann. Der Insolvenzantrag werde gestellt, obwohl derzeit noch keine Zahlungsunfähigkeit vorliege. (APA, 8.3.2018)

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