Großschartner glänzt als Zeitfahr-Vierter bei Paris–Nizza

7. März 2018, 18:31
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Oberösterreicher nach vierter Etappe Gesamtsechster

Saint-Etienne – Der Oberösterreicher Felix Großschartner hat am Mittwoch auf der vierten Etappe der Radfernfahrt Paris–Nizza mit Rang vier im Einzelzeitfahren über 18,40 km nach Saint-Etienne sehr stark abgeschnitten. Der 24-Jährige vom Team Bora musste sich nach 25:53 Min. nur Wout Pouls (NED/Sky) um 20, Marc Soler (ESP/Movistar) um neun und Julian Alaphilippe (FRA/Quick-Step) um vier Sekunden geschlagen geben.

Bora-Kollege Patrick Konrad hielt als 13. mit 39 Sekunden Rückstand auch gut mit. Während der Niederösterreicher in der Gesamtwertung um zwei Positionen auf Platz zwölf vorrückte (+54 Sek.), verbesserte sich Großschartner um drei Plätze auf Rang sechs (+35). Auf den drittplatzierten Alaphilippe fehlen ihm nur neun Sekunden. Luis Leon Sanchez vom Team Astana hielt sich mit Tagesrang sieben (+28) an der Gesamtspitze, 15 Sekunden vor Poels.

"Hätte ich nicht gedacht"

"Als ich die Zwischenzeiten im Funk gehört habe, dachte ich, dass die im Auto mich einfach motivieren wollen. Dass ich da heute wirklich ganz vorne bin, hätte ich nicht gedacht. Aber Zeitfahren mit so langen eher flachen Anstiegen liegen mir einfach, da war ich immer schon sehr gut", erklärte Großschartner nach seinem vierten Tagesrang.

"In der Abfahrt habe ich nicht alles riskiert, da habe ich wohl die eine oder andere Sekunde liegen lassen. Aber das Ergebnis ist der Hammer, ich freue mich schon richtig auf die Berge, auf den Kampf Mann gegen Mann", betonte der 24-jährige Oberösterreicher. Neben Großschartner war auch Konrad mit seiner Leistung im Zeitfahren "sehr zufrieden".

"Absolute Weltklasse"

"Das war absolute Weltklasse, was beide heute gezeigt haben", lobte Christian Pömer, der sportliche Leiter des Bora-Teams, die Leistung seiner Schützlinge. "Es ist immer besonders schön, wenn Fahrer, die hier im Team groß geworden sind oder gerade groß werden, solche Erfolge feiern können. Wir sind mit unserer Doppelspitze nun in einer wirklich sehr guten Ausgangssituation vor den Bergen. Wir haben alle Möglichkeiten und werden sicherlich etwas versuchen", kündigte der 40-jährige Oberösterreicher an.

Das fünfte Teilstück führt am Donnerstag über 163,5 km von Salon-de-Provence nach Sisteron, inkludiert ist ein Berg der ersten Kategorie. (APA, 7.3.2018)

Paris–Nizza, 4. Etappe, Mittwoch
(Einzelzeitfahren La Fouillouse – Saint-Etienne, 18,40 km)

1. Wout Poels (NED) Team Sky 25:33 Minuten
2. Marc Soler (ESP) Movistar Team 11 Sekunden zurück
3. Julian Alaphilippe (FRA) Quick-Step +16
4. Felix Großschartner (AUT) Bora-Hansgrohe +20
5. Jon Izaguirre Insausti (ESP) Bahrain-Merida 27
6. Gorka Izaguirre Insausti (ESP) Bahrain-Merida 7
7. Luis Leon Sanchez (ESP) Astana 28

Weiters:
13. Patrick Konrad (AUT) Bora 39
130. Marco Haller (AUT) Katjuscha 4:02 Minuten

Gesamtwertung nach 4 von 8 Etappen:
1. Sanchez 13:47:57 Stunden
2. Poels 15 Sekunden
3. Alaphilippe 26
4. Soler gleiche Zeit
5. Gorka Izaguirre Insausti 34
6. Großschartner 35

Weiters:
12. Konrad 54
140. Haller 19:29 Minuten

Tirreno–Adriatico, 1. Etappe
(Teamzeitfahren Lido di Camaiore – Lido di Camaiore, 21, 5 km)

1. BMC 22:19 Minuten
2. Mitchelton-Scott 4 Sekunden zurück
3. Sky +10

Weiters:
8. Trek (Matthias Brändle) 39
18. Dimension Data (Bernhard Eisel) 1:16 Minuten

Einzel-Gesamtwertung:
1. Damiano Caruso (ITA)
2. Rohan Dennis (AUS)
Patrick Bevin (AUS) alle BMC und 22:19 Minuten

  • Artikelbild
    foto: apa/afp/jeff pachoud
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